Rehabilitation und Nachsorge

Eine Darmkrebs-Erkrankung verändert Ihr Leben. Auch nach einer erfolgreichen Therapie kann es schwierig sein, dort wieder anzuknüpfen, wo Sie vor der Behandlung aufgehört haben. Ihr Körper kann noch geschwächt sein und vielleicht haben Sie Sorge, dass der Darmkrebs zurückkommt. In dieser Situation ist es wichtig, dass Sie sich Zeit geben, die Krankheit hinter sich zu lassen.

Eine Krebserkrankung endet nicht mit dem letzten Arzttermin oder der letzten Therapiesitzung. Die Zeit danach birgt ebenfalls viele Herausforderungen. Viele haben zum Ziel, möglichst wieder an das alte Leben anzuknüpfen. Andere möchten bewusst einige Dinge verändern. Wichtig ist, dass sie körperlich und seelisch wieder zu Kräften kommen. Eine Rehabilitation unterstützt den Darmkrebs-Patienten auf dem Weg zurück in den Alltag. Sie schlägt die Brücke zwischen der Therapie und dem Leben nach der Krankheit.

Die Zeit nach der Therapie

Viele Ärzte raten Ihnen nach der Darmkrebs-Therapie, „ganz normal weiterzuleben“. Versuchen Sie, die Krankheit als Teil Ihres Lebens zu akzeptieren und das Erlebte nicht zu verdrängen. Sie sollten aber auch daran denken, in die Zukunft zu blicken und neue Pläne zu machen. Dabei ist es wichtig, auf sich zu achten und auf die eigenen Bedürfnisse zu hören: Lassen Sie Stress und Termine nicht Ihr Leben bestimmen und nehmen Sie sich eine Auszeit, wenn Sie sie brauchen.

Rehabilitation bei Darmkrebs

Nach der Therapie haben Darmkrebs-Patienten Anspruch auf eine Rehabilitation (kurz: Reha). Diese können Sie ambulant, stationär oder teil-stationär in einer Spezialklinik machen. Sie wählen die Reha-Form, die für Sie optimal ist. Ob und wann eine solche Behandlung sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt. Er kann Sie über die verschiedenen Optionen aufklären.
Eine onkologische Rehabilitation können Sie oder Ihr Arzt bei der zuständigen Stelle beantragen, die die Kosten dafür übernimmt. Das kann die Deutsche Rentenversicherung, Ihre Krankenkasse, die Berufsgenossenschaft oder das Sozialamt sein. Sie sollten den Antrag rechtzeitig stellen, am besten noch im Krankenhaus. Beim Ausfüllen können Ihnen zum Beispiel der Sozialdienst des Krankenhauses oder Ihr betreuender Arzt helfen.
Diese beiden onkologischen Nachsorgeleistungen werden unterschieden:

  • Anschlussheilbehandlung:
    Die Behandlung beginnt in der Regel maximal 14 Tage nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.
  • Nach- oder Festigungskur:
    Diese Reha startet meist innerhalb eines Jahres nach der akuten Darmkrebs-Behandlung.

Meist dauert die Rehabilitation drei Wochen. Während dieser Zeit können Sie sich noch einmal in Ruhe mit den zurückliegenden Ereignissen auseinandersetzen. Wenn es medizinisch nötig ist, kann die Reha verlängert werden.

Die Maßnahmen im Überblick

Dieses Angebot erwartet Sie bei der Rehabilitation nach Darmkrebs:

  • Krankengymnastik
  • Massagen
  • Entspannungsübungen
  • Psychoonkologische Beratung in Einzel- und Gruppengesprächen
  • Übungen zum Umgang mit dem künstlichen Darmausgang
  • Umfassende Ernährungsberatung
  • Beratung zum beruflichen Wiedereinstieg

Nachsorge

Nach der intensiven medizinischen Therapie von Darmkrebs folgt die Nachsorge. Diese besteht aus regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Im Gegensatz zu einer optionalen Rehabilitation sollten Sie die Nachsorgetermine in jedem Fall wahrnehmen.

Die Darmkrebs-Nachsorge ist von großer Bedeutung. Mit ihr kann der Arzt eine erneute Erkrankung frühzeitig erkennen und behandeln. Zudem prüft er, ob auch die anderen Körperregionen krebsfrei sind, sich also keine Metastasen gebildet haben. Der Arzt kontrolliert bei der Untersuchung außerdem, ob der Erfolg der Chemotherapie oder der Bestrahlung weiter anhält.

Besonders in den ersten fünf Jahren nach der Erstdiagnose ist die Gefahr erhöht, dass der Darmkrebs erneut auftritt. Daher legt der Arzt in den ersten Jahren die Untersuchungen in kurzen Abständen von etwa drei Monaten fest. Danach genügen Kontrollen in längeren Zeitintervallen. Dann sollten Sie etwa alle halbe Jahre zur Darmkrebs-Nachsorge gehen.

  Kurz & Knapp

Die Zeit nach der Therapie von Darmkrebs schlägt die Brücke zu einem gewohnten oder einem etwas veränderten Alltag. Eine Rehabilitation steht Ihnen als Darmkrebs zu und dient der Wiederherstellung Ihrer Kräfte. Zu den unterschiedlichen Optionen berät Sie Ihr behandelnder Arzt. Nachsorgetermine erfolgen insbesondere in den ersten fünf Jahren nach Diagnosestellung.