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Vor der Therapie

Bis eine genaue Diagnose gestellt ist, heißt es für viele Darmkrebs-Patienten noch einmal: Abwarten. Diese Zeit bis zum Beginn der eigentlichen Behandlung empfinden viele Patienten als unangenehm. Aus dem ursprünglichen Alltag herausgerissen, vielleicht schon krankgeschrieben, fällt es ihnen häufig schwer, sich von den Gedanken an ihre Erkrankung abzulenken.

Kameraicon Film: Welche Therapie - Episode 2

Umgang mit Darmkrebs vor der Therapie

Ganz plötzlich scheinen Planungen für die Zukunft sinnlos, da nicht klar ist, welche Auswirkungen die bevorstehende Therapie auf Körper und Geist haben wird. Hinzu kommt, dass sich viele Betroffene durch die Krebserkrankung bedroht fühlen. Da gibt es etwas im eigenen Körper, was sie nicht kontrollieren können. Der Wunsch, diese Bedrohung abzuschütteln, ist da nur verständlich. Häufig ist diese Zeit des Wartens für die Patienten besser zu ertragen, wenn sie wissen, dass der Krebs in dieser Phase nicht gravierend fortschreitet und sie sich dies vom Arzt bestätigen lassen.

Die „Wartezeit“ überbrücken

Manchen hilft es jetzt, über die empfundene Bedrohung zu sprechen – mit dem Partner, der oft ebenfalls Angst hat, mit Freunden oder auch mit dem Arzt. Andere empfinden es als hilfreich, weitere Informationen über die Erkrankung und deren Therapie zu sammeln, Bücher zu lesen oder mit Menschen zu sprechen, die diese Erkrankung auch hatten. Einige nutzen die Wartezeit, um sich in der neuen Situation zu orientieren – in Bezug auf weitere Behandlungsmöglichkeiten oder auch im privaten Umfeld. Im Mittelpunkt stehen dann die Fragen: Wie organisiere ich Alltag, Krankenhausaufenthalt, meine Verpflichtungen? Wie kann ich mich ablenken, wenn ich das Gefühl habe, mich genug mit der Krankheit auseinander gesetzt zu haben, und ausspannen möchte?

Wenn die Behandlung dann beginnt, fühlen sich viele Patienten erleichtert. Endlich geht es los, es wird etwas gegen den Krebs getan.