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Rehabilitation nach Darmkrebs

Nach einer Darmkrebs-Erkrankung kann die Rehabilitation Betroffenen helfen, mit der neuen Lebenssituation besser umzugehen. Der Fokus der Rehabilitation liegt darin, Patienten den Weg zurück in das Alltagsleben zu erleichtern. Neben medizinischen und physiotherapeutischen Maßnahmen steht in der Rehabilitation auch die Beratung und Unterstützung bei psychischen und sozialen Problemen im Vordergrund. Eine onkologische Rehabilitation kann stationär, teilstationär oder ambulant durchgeführt werden.

Kameraicon Film: Rehabilitation - Episode 9

Rehabilitation nach Darmkrebs

Rehabilitation: Ist das etwas für mich?

Viele Betroffene sind unsicher, ob eine Rehabilitation für sie in Frage kommt. Nach längeren Klinikaufenthalten stehen sie einem weiteren stationären Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik kritisch gegenüber. Viele möchten die Erkrankung einfach hinter sich lassen und nicht mehr länger aus der ihrer gewohnten Umgebung herausgerissen sein. Außerdem machen sie sich Sorgen darüber, ob das Aufeinandertreffen mit anderen Krebspatienten während der Rehabilitation nicht eher verunsichert als hilft. Häufig können sich Betroffene besser auf eine stationäre Rehabilitation einlassen, wenn sie ein genaueres Bild davon haben, was genau sie erwartet. Hier helfen gezielte Informationen über die Rehabilitation nach einer Darmkrebserkrankung, z. B. durch den Sozialdienst im Krankenhaus oder bei einer Krebsberatungsstelle.

Vorteile der Rehabilitation vor Augen führen

Insbesondere die körperliche Kräftigung, die in der Rehabilitation in kurzer Zeit erzielt werden kann, wissen viele Patienten im Nachhinein zu schätzen. Der sichere Umgang mit dem künstlichen Darmausgang, viele nützliche praktische Tipps und der Austausch mit Menschen, die ähnliche Probleme zu bewältigen haben oder hatten lassen viele rückblickend die Rehabilitation sehr positiv bewerten.

Außerdem bietet die Zeit der Rehabilitation Patienten die Chance, sich mit der Erkrankung auf behutsame Art auseinanderzusetzen, ohne dass sie direkt mit allen Anforderungen des „normalen“ Lebens konfrontiert werden. Führen Sie sich auch die positiven Aspekte und die verschiedenen Möglichkeiten einer Rehabilitation vor Augen und wägen Sie dann gemeinsam mit dem behandelnden Arzt und der Familie die Vor- und Nachteile ab.

Kleine Rituale helfen

Während des Aufenthalts in einer Rehabilitationsklinik kann es zusätzlich helfen, gemeinsam mit den Angehörigen kleine Rituale bzw. routinierte Abläufe in den Alltag zu integrieren. Planen Sie z. B. jede Woche einen Besuch oder jeden Abend ein Telefonat. Den Rückhalt der nahestehenden Menschen in der Rehabilitation zu spüren und gleichzeitig die Möglichkeit zu haben, noch einmal „durchatmen“ zu können, empfinden die meisten Betroffenen im Nachhinein als sehr angenehm.

Reintegration in das Berufsleben

Ein wesentlicher Teil der Rehabilitation ist auch die Unterstützung bei der Reintegration in das Berufsleben. Einige Patienten machen die Erfahrung, dass die Rückkehr zunächst nur stufenweise erfolgen kann oder dass sie ihren alten Beruf nicht wieder aufnehmen können. Wichtig ist dabei für Betroffene, sich nicht unter Druck zu setzen und sich Zeit dafür zu nehmen, langsam in den Alltag zurück zu finden.

Reintegration in das Berufsleben - Hamburger Modell