Nachsorge nach Darmkrebs
Bei den meisten Betroffenen ist die Behandlung nach der Rehabilitation komplett abgeschlossen. Nach Abschluss dieser Zeit sind Ruhe und Abstand wichtig, um neue Kraft zu schöpfen. Schritt für Schritt kann nun die Rückkehr in einen Alltag ohne Behandlungen beginnen – einen Alltag jedoch, in dem die Patienten noch für längere Zeit Nachsorgeuntersuchungen wahrnehmen müssen.
Film: Nachsorge - Episode 10
Nachsorge als unliebsamer Begleiter
Grundsätzlich ist eine regelmäßige Nachsorge die einzige Möglichkeit einen wiederkehrenden Krebs in einem Stadium zu erkennen, in dem er noch gut behandelbar ist. Allerdings bedeutet Nachsorge auch, dass die Betroffenen über Jahre hinweg regelmäßig mit der Erkrankung konfrontiert werden. Erinnerungen an die belastenden Behandlungen können hochkommen und nicht selten kommt es vor den anstehenden Untersuchungen zu Gedanken an einen möglichen Rückfall. Eine gewisse Angst vor den Nachsorgeterminen ist durchaus normal. Sollte die Situation für einen Patienten allerdings unerträglich werden, kann ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt sehr hilfreich sein und zu einer gemeinsamen Lösung beitragen. Die meisten Ärzte können die beängstigende Situation für den Patienten gut einschätzen und vereinbaren Termine zur Nachsorge nur so oft wie notwendig.
Vielen Betroffenen hilft es auch, sich gezielt zu überlegen, unter welchen Umständen sie diese Situation leichter meistern könnten. So kann es z. B. sinnvoll sein, dass Sie sich einen Arzt des Vertrauens suchen, der Ihre Ängste kennt und deshalb keine längeren Wartezeiten bei Ihnen aufkommen lässt. Oft empfinden es Betroffene es auch als Unterstützung, eine Begleitperson mit zu den Terminen zu nehmen.
Angst vor einem Rückfall
Die quälende Angst vor einem Rückfall ist bei fast jedem mehr oder weniger stark präsent und belastend. Der Schock der Diagnose ist häufig noch gut in Erinnerung. Viele Patienten fürchten sich, diese Situation noch einmal durchleben zu müssen. Diese Angst kann zum Einen helfen, diszipliniert die Nachsorgetermine einzuhalten und eventuelle Rückfälle früh zu bemerken. Zum Anderen erschwert sie es als ständiger Begleiter im Alltag das Überstandene hinter sich zu lassen und nach vorne zu sehen. Mit verschiedenen Maßnahmen können Sie versuchen, die Angst zu überwinden und leichter Ihren Alltag wieder aufzunehmen.
Neben Gesprächen mit Ärzten, Angehörigen und Freunden, kann auch der Austausch mit anderen Betroffenen hilfreich sein. Gemeinsame Erfahrungen machen es häufig einfacher, unangenehme Themen anzusprechen. Daher ist es durchaus sinnvoll, auch nach überstandener Krebserkrankung an Selbsthilfetreffen teilzunehmen. Die Gespräche mit anderen helfen vielleicht dabei, den erfreulichen Seiten des Lebens wieder mehr Gewicht zu geben.