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Nach der Operation

Nach der Operation sind viele Patienten erleichtert, alles gut überstanden zu haben. Häufig geht es ihnen im Anschluss auch nicht so schlecht, wie sie es im Vorfeld vermutet hatten. Trotzdem erfordert die Zeit nach der Operation etwas Geduld.

Kameraicon Film: Nach der Operation - Episode 6

Heute ist es in den Kliniken üblich, dass die meisten Patienten nur relativ kurz auf der Wach- bzw. Intensivstation verbleiben. Oft dürfen sie sehr schnell wieder aufstehen und sich bewegen, damit der Kreislauf und der Stoffwechsel angeregt werden. Bereits nach kurzer Zeit dürfen sie wieder essen, wenn auch vorüber- gehend mit kleinen Einschränkungen. Die Wunde und die inneren Operations- nähte brauchen Zeit zum Heilen. Es dauert eine Weile, bis der Körper sich erholt und man die „alte“ Form wieder gewonnen hat.

Befundgespräch nach der Operation

Befundgespräch nach der Darmkrebs-OP

Nach der Operation folgt dann noch einmal ein wichtiges Befundgespräch, denn nun wird Ihnen der Arzt oder die Ärztin mitteilen, wie der Tumor unter dem Mikroskop ausgesehen hat und welches Tumorstadium vorliegt. Es geht dabei um die Klärung folgender Fragen:

  • Wie groß war der Tumor genau?
  • Waren die umgebenden Lymphknoten befallen?
  • Wie weit war der Tumor durch die Wandschichten vorangeschritten?

Von diesem Befund hängt dann auch das weitere Vorgehen ab. Diese Phase ist für die Patienten meist noch einmal genau so aufregend wie die ersten Gespräche nach der Diagnose. Wie wird es weiter gehen? Was bedeutet der Befund für mich? Es ist hilfreich, dieses Gespräch nicht allein zu führen, sondern einen Angehörigen mitzunehmen. Vereinbaren Sie mit dem Arzt einen Termin für dieses Befundgespräch. So können Sie sich innerlich darauf einstellen.

Künstlicher Darmausgang – Und jetzt?

Wurde ein vorrübergehender oder dauerhafter künstlicher Darmausgang angelegt, bedeutet das für den Betroffenen eine große Herausforderung. Der eigene Körper wird verändert wahrgenommen, der Alltag muss an diese neue Situation angepasst werden. Manche Patienten ziehen sich besonders am Anfang stark zurück. Mit einem Stoma zu leben, bedeutet eine große Umstellung. Zunächst geht es darum, Schritt für Schritt die Versorgung des Stomas zu erlernen, um im Umgang damit sicherer zu werden. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase gelingt es den meisten Patienten mit künstlichem Darmausgang, ihr gewohntes Leben nahezu problemlos fortzuführen. Selbst sportliche Aktivitäten wie zum Beispiel Schwimmen oder Joggen sind möglich.

Häufig hilft es, auch de Partner den künstlichen Darmausgang zu zeigen und ihn in die Routine der Stomaversorgung mit einzubeziehen, damit dieser Körperbereich möglichst selbstverständlich in den Alltag gehört. Die Erfahrung zeigt, dass einer der Partner in dieser Hinsicht den ersten Schritt wagen muss. Oftmals warten aber beide auf den ersten Schritt des Anderen.

Unterstützend kann in dieser Situation auch der Austausch mit anderen Betroffenen in einer Selbsthilfegruppe sein. Sie können oft wertvolle Tricks und Kniffe im Umgang mit dem Stoma weitergeben. Selbsthilfegruppen in Ihrer Umgebung finden Sie zum Beispiel bei der Deutschen ILCO e. V. .