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Diagnose Darmkrebs

Im Moment der Diagnosemitteilung ist man schlagartig mit der Tatsache konfron- tiert, möglicherweise lebensbedrohlich erkrankt zu sein. Viele Betroffene sind geschockt und fühlen sich überwältigt von einem Gefühlsgemisch aus Schrecken, Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit.

Kameraicon Film: Diagnose Darmkrebs - Episode 1

Umgang mit der Diagnose Darmkrebs

Wie im „falschen Film“

Unmittelbar nach der Diagnose Darmkrebs sind die meisten Betroffenen kaum aufnahmefähig für weitere Informationen oder erklärende Worte des Arztes. Fragen fallen ihnen häufig erst ein, wenn sie wieder zu Hause sind. Patienten fühlen sich häufig wie im „falschen Film“. Auch ein Nicht-Wahrhaben-Wollen bzw. eine Dis- tanzierung von der realen Situation kann auftreten. Diese Reaktionen sind ver- ständlich und völlig normal. Die vorher verspürten Symptome haben einen Namen bekommen. Plötzlich ist man gezwungen, sich mit dieser Bedrohung auseinan- derzusetzen.
Häufig schieben Betroffene in dieser Phase die aufsteigenden Ängste und Sorgen zur Seite, um erst einmal zur „funktionieren“. Sich nach und nach mit dieser Be- drohung auseinanderzusetzen, ist jedoch nicht gleich zusetzen mit Verdrängung. Manche Patienten lassen ihre Gefühle erst zu einem späteren Zeitpunkt zu, um eins nach dem anderen zu bewältigen und genügend Kräfte für die anstehenden Therapien zu mobilisieren. Hier gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, jeder muss seinen ganz eigenen Weg finden, um diese schwierige Zeit zu verarbeiten.

Überforderung vermeiden

Wichtig ist nun, sich nicht zu überfordern und einen Schritt nach dem anderen zu gehen. Wenn Sie dazu bereit sind, informieren Sie sich darüber, wie es jetzt weitergeht. Informationen über Darmkrebs und die Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie von ihrem Arzt und ergänzend zum Beispiel bei Selbsthilfegruppen oder bei Krebsberatungsstellen.

Unter Checklisten für den Arztbesuch finden Sie einen Leitfaden, der beim Gespräch mit dem Arzt hilft, keine wichtigen Fragen zu vergessen.

Viele Patienten beziehen von Anfang an ihre Familie oder Freunde in die weiteren Schritte mit ein. So können sie gemeinsam eine Strategie zum Umgang mit dieser neuen Situation entwickeln. Betroffene brauchen niemanden zu schonen. In der Regel sind alle Beteiligten erleichtert, wenn über die Krankheit und die neue Lebenssituation offen miteinander gesprochen werden kann.