Chemotherapie und Strahlentherapie
Chemotherapie – allein das Wort flößt vielen Menschen Angst ein. Denn zum einen wissen Patienten, dass diese Behandlung nur bei einer sehr ernsten Erkrankung wie Krebs angewendet wird, zum anderen können unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Ob und wann eine Chemotherapie bei Darmkrebs eventuell auch in Kom- bination mit einer Strahlentherapie notwendig ist, hängt vom Tumorstadium ab.
Film: Therapie-Nebenwirkungen und Lebensqualität
Warum reicht die Operation nicht aus?
Wenn klar ist, dass zusätzlich zur Operation eine Behandlung mit einer Chemo- und Strahlentherapie erfolgen muss, ist das für viele Patienten im ersten Moment schwer verständlich. Denn die meisten nehmen an, dass sie den Krebs „einfach“ mit einer Operation loswerden können. Aber manchmal muss eine Vorbehandlung durchgeführt werden, um den Tumor zu verkleinern und anschließend leichter entfernen zu können. Durch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie nach der Operation können mögliche restliche Tumorzellen im Körper abgetötet werden. Es ist hilfreich, sich vom Arzt den Therapieplan genau erklären zu lassen. Wenn man die Hintergründe genau versteht, fällt es leichter, die Behandlung zu akzeptieren.
Werde ich durchhalten?
Meist haben sich die Betroffenen vor der Erkrankung gar nicht krank gefühlt, doch gerade eine Chemo- und Strahlentherapie schwächen Körper, Geist und Seele deutlich. Diese Situation erscheint Patienten paradox, denn bei anderen Krank- heiten fühlt man sich im Verlauf der Therapie zunehmend besser. Für viele Betroffene stellt es eine massive Belastung dar, die monatelange Therapie durch- zuhalten. Über die gesamte Zeit ist es daher besonders wichtig, sich als Be- troffener Unterstützung zu holen. Ganz bewusst sollte es das Ziel sein, die Last, die die Behandlung mit sich bringt, auf mehrere Schultern zu verteilen.
Chemotherapie: Angst vor Nebenwirkungen
Die Behandlung mit einer Chemo- therapie ist für viele Menschen eng verknüpft mit der Furcht vor Neben- wirkungen. Leider lassen sich diese während einer Chemotherapie meist nicht ganz verhindern. Viele Patienten vertragen, die Behandlung heutzutage wesentlich besser, als sie selbst erwartet hätten. Das liegt zum einen an den neuen Chemotherapien, aber auch daran, dass die Begleitmedikation, die die Nebenwirkungen verringern soll, deutlich besser geworden ist. Es ist schwer vorher zu sagen, wie sich die Chemotherapie bei jedem Einzelnen auswirkt und natürlich bleibt eine solche Behandlung für Körper und Geist kein „Kinderspiel“. Generell ist es gut, herauszufinden, was hilfreich ist und einem gut tut. Es gibt kein Patentrezept zum Umgang mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie. Viele Begleiterscheinungen lassen sich durch Medikamente eindämmen, aber in einigen Momenten gilt es einfach nur „durch- zuhalten“. Für manchen Patienten ist es hilfreich sich immer wieder klar zu machen, dass sie sich im Ausnahmezustand befinden, der zeitlich begrenzt ist
Strahlentherapie
Auch die Strahlentherapie ruft bei Patienten ganz unterschiedliche Vor- stellungen hervor. Es gibt Betroffene, die gar keine Vorbehalte gegenüber dieser Therapie haben. Andere Patienten wiederum empfinden es als beängs- tigend, dass man die einwirkenden Strahlen nicht fühlt und somit nicht kontrollieren kann - lediglich ein Laserpunkt ist sichtbar. Wenn Sie eher skeptisch sind, kann es sehr beruhigen, sich die Technik erklären zu lassen und die Sicherheitsvorkehrungen kennenzulernen. Die Strahlentherapeuten werden Ihre Fragen gern beantworten.