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Pflegebedürftigkeit

Nach einem Krankenhausaufenthalt kann es sein, dass Sie für kurze Zeit Hilfe bei der täglichen Versorgung zuhause benötigen. Für diese Phase können Sie eine häusliche Krankenpflege bei Ihrer Krankenkasse beantragen. Sollten Sie längerfristig Unterstützung benötigen, bekommen Sie Hilfe von der Pflegeversicherung.

Häusliche Krankenpflege

Als Darmkrebs-Patient erhalten Sie in den ersten Wochen nach einer Operation meist eine häusliche Krankenpflege. Diese pflegt Sie und kümmert sich um Ihren Haushalt. Sie verabreicht Ihnen zum Beispiel Medikamente, überprüft Ihren Blutdruck oder kocht für Sie.

Sie soll Ihnen dabei helfen, sich in Ihrem gewohnten Umfeld von Ihrer Darmkrebs-Erkrankung zu erholen. Damit die Krankenkasse Ihren Antrag genehmigt, benötigt sie eine Bescheinigung über Ihre Pflegebedürftigkeit. Voraussetzung für eine Bewilligung ist, dass keine im Haushalt lebende Person Ihre Pflege übernehmen kann.

Die Pflegekraft kümmert sich je nach Krankheitsfall bis zu vier Wochen um Sie. In Ausnahmefällen kann der Zeitraum verlängert werden.

Leistungen der Pflegeversicherung

Wenn Sie sich auf lange Sicht nicht mehr selbst versorgen können, gelten sie als pflegebedürftig. In diesem Fall erhalten Sie Unterstützung von der Pflegeversicherung. Bei gesetzlichen Krankenversicherungen ist die Pflegekasse eine eigenständige Einrichtung.

Um die Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie zunächst einen Antrag stellen. Dazu benötigen Sie eine ärztliche Bescheinigung. Der sogenannte Medizinische Dienst der Krankenkasse (MDK) überprüft dann bei Ihnen vor Ort, ob Sie pflegebedürftig sind. Er teilt Sie außerdem in eine Pflegestufe ein, nach der sich die Höhe der Leistungen richtet:

  • Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit):
    Diese Pflegestufe bekommen Sie, wenn Sie mindestens einmal pro Tag Hilfe bei mindestens zwei sogenannten körperlichen Verrichtungen bei der Grundpflege brauchen. Das sind zum Beispiel die Körperpflege, die Ernährung oder die Mobilität. Außerdem ist Voraussetzung für diese Pflegestufe, dass Sie mehrfach pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung brauchen.
    Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens 45 Minuten entfallen müssen.
  • Pflegestufe II (Schwerpflegebedürftigkeit):
    In diese Pflegestufe werden Sie eingeteilt, wenn Sie mindestens dreimal pro Tag Hilfe bei der Grundpflege und zusätzlich mehrmals pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung brauchen. Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt drei Stunden oder mehr betragen. Auf die Grundpflege müssen mindestens zwei Stunden entfallen.
  • Pflegestufe III (Schwerstpflegebedürftigkeit):
    Diese Pflegestufe bekommen Sie, wenn Sie zu jeder Zeit Hilfe bei der Grundpflege – also rund um die Uhr – und mehrfach pro Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung brauchen. Im Tagesdurchschnitt muss der wöchentliche Zeitaufwand mindestens fünf Stunden betragen. Auf die Grundpflege müssen mindestens vier Stunden entfallen.

Darüber hinaus gibt es eine Härtefall-Regelung. Die Voraussetzung dafür ist,

  • dass Sie mindestens sechs Stunden lang täglich (davon mindestens dreimal in der Nacht) Hilfe bei der Grundpflege brauchen

oder

  • dass Ihre Grundpflege auch nachts nur von mehreren Pflegekräften gemeinsam erbracht werden kann. Mindestens bei einer der Verrichtungen tagsüber und in der Nacht muss neben einer professionellen Pflegekraft wenigstens eine weitere Person helfen. Das kann auch einer Ihrer Angehörigen sein.

Sie können selbst bestimmen, wie Sie die Pflege organisieren:

  • Geldleistung: Wenn ein Angehöriger Sie pflegt, erhält dieser Pflegegeld.
  • Sachleistung: Eine bezahlte Pflegekraft übernimmt Ihre Versorgung.
  • Sie können auch Geld- und Sachleistungen miteinander kombinieren.

Die Bearbeitung Ihres Antrags dauert in der Regel bis zu drei Monate. Fragen dazu kann Ihnen Ihre Pflegekasse beantworten.

Rehabilitation

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Die Rehabilitation kann Darmkrebs-Patienten, aber auch Angehörigen helfen, mit dem Erlebten umzugehen und neue Kraft zu tanken.

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Nachsorge

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Nach der intensiven medizinischen Therapie von Darmkrebs folgt für den Patienten der nächste Schritt: die Nachsorge. Diese besteht aus regelmäßigen Untersuchungen und Gesprächen mit dem Arzt.

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Ernährung bei Darmkrebs

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Während der Darmkrebs-Behandlung ist es wichtig, die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – das zu essen, was dem Körper tut gut. Es kann helfen, darüber ein Tagebuch zu schreiben.

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