Roche

Ernährung nach der Operation

Nach einer Darmkrebs-Operation reagiert Ihr Körper manchmal sensibel auf schwer verdauliche oder blähende Lebensmittel. Auch die schnelle Aufnahme großer Portionen vertragen viele Krebspatienten anfangs nicht. Versuchen Sie, Ihren Körper langsam wieder an normale Kost zu gewöhnen.

Ernährungstipps nach einer Operation

  • Nehmen Sie viele kleine Mahlzeiten am Tag zu sich (ungefähr sechs bis acht).
  • Lassen Sie sich beim Essen Zeit und kauen Sie die Nahrung gut.
  • Wenn Sie Durchfall haben, achten Sie darauf, dass Ihr Körper nicht austrocknet. Trinken Sie über den Tag verteilt mindestens zwei bis drei Liter. Essen Sie weniger frisches Obst und rohes Gemüse. Das kann die Probleme noch verschlimmern.
  • Wenn Sie herkömmliche Fette schlecht vertragen, können Sie auf sogenannte MCT-Fette (mittelkettige Triglyceride) umsteigen. Diese kommen vor allem in tropischen Pflanzenfetten wie Kokosfett oder Palmkernöl vor (erhältlich in Reformhäusern). Die Fettsäuren sind leichter bekömmlich und werden vom Körper schneller aufgenommen. Sie können sie als Fett zum Braten verwenden oder auch als Streichfett.
  • Reduzieren Sie in der Anfangszeit ballaststoffreiche oder schwer verdauliche Lebensmittel, zum Beispiel Vollkornprodukte und rohes Gemüse. Der Darm braucht Zeit, sich wieder an diese Lebensmittel zu gewöhnen. Vollkornprodukte sind oft leichter verdaulich, wenn Sie sie kochen. Probieren Sie nicht gleich Müsli, sondern zuerst gekochten Naturreis oder Getreidebrei.
  • Sauermilchprodukte können bei Blähungen helfen.

Ernährung bei künstlichem Darmausgang

Das Wichtigste vorweg: Ein künstlicher Darmausgang (medizinisch Stoma) bedeutet nicht, dass Sie Ihre Ernährung komplett umkrempeln müssen. Auf einige Lebensmittel sollten Sie jedoch verzichten – besonders nach der Operation. In dieser Zeit ist Ihr Stuhlgang flüssig bis dünn breiig. Einige Lebensmittel können den Durchfall verschlimmern, andere führen zu Blähungen oder unkontrollierbarem Ablassen von Gasen.
Um diese Beschwerden zu umgehen, empfiehlt es sich für Patienten mit künstlichem Darmausgang, folgende Lebensmittel zu meiden:

  • kohlensäure- und koffeinhaltige Getränke
  • Alkohol
  • säurehaltiges Obst wie Grapefruits, Johannisbeeren oder Himbeeren
  • Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Rhabarber, Kohlsorten, Paprika, Spargel, Schwarzwurzeln
  • Pilze
  • Hülsenfrüchte wie Linsen
  • Eier oder Lebensmittel mit Ei, zum Beispiel Mayonnaise

Testen Sie vorsichtig, welche Lebensmittel für Sie bekömmlich und für Ihre Lebensweise mit dem Stoma zuträglich sind. Am besten probieren Sie zuerst kleine Portionen und beobachten, wie Sie darauf reagieren. Nach einer Übergangszeit können die meisten Stoma-Träger fast alles wieder essen, worauf sie Lust haben.

Entsteht bei Ihnen durch die Narbenbildung im Darm eine Engstelle direkt am Stoma, können sich dort schwer verdauliche Lebensmittel festsetzen. Das führt oft zu starken, krampfartigen Bauchschmerzen bis hin zum Darmverschluss. Mediziner sprechen dann von einer Stomablockade. Wenn bei Ihnen ähnliche Beschwerden auftreten, verzichten Sie vor allem auf große Mengen Pilze, Spargel, Trauben, Obst mit harter Schale und Kerngehäuse sowie Kokosflocken. Wenn Sie sich bei einigen Lebensmitteln unsicher sind, fragen Sie am besten bei Ihrem Arzt nach.

Ernährung

Ernährung

Darmkrebs-Patienten und deren Angehörige finden hier eine Sammlung von Hilfestellungen bei Ernährungsfragen, darunter Rezepte und Tipps bei Durchfall, Verstopfung oder Übelkeit.

Ernährung
Nach der Therapie

Nach der Therapie

Manche Darmkrebs-Patienten fühlen sich nach dem Ende der Behandlung nicht sofort wieder voll leistungsfähig. Die Unterstützung durch Angehörige kann helfen, den Weg zurück in den Alltag zu erleichtern.

Nach der Therapie
Angehörige: Nach der OP

Angehörige: Nach der OP

In der Phase nach der Operation kann es dem Patienten helfen, wenn ihm Angehörige unterstützend beiseite stehen und ihm das Gefühl vermitteln, nicht alleine zu sein.

Angehörige: Nach der OP
Lightbox Image
zum Seitenanfang

ABSTIMMUNG

-->