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Ernährung bei Strahlen- und Chemotherapie

Wenn Sie sich auf Anraten Ihres Arztes für eine Strahlen- oder Chemotherapie entschieden haben, stellen Sie sich darauf ein, dass Nebenwirkungen auftreten können. Jeder Körper reagiert unterschiedlich auf die Behandlung.

Diese Probleme können bei einer Strahlen- und Chemotherapie auftreten:

  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und/oder Erbrechen
  • Durchfälle oder Verstopfungen
  • Verändertes Geschmacks- und Geruchsempfinden
  • Entzündungen im Mund- und Schleimhautbereich

Die Nebenwirkungen machen es Ihnen nicht immer leicht, sich ausreichend und gesund zu ernähren. Doch gerade jetzt ist es wichtig, dem Körper genügend Nährstoffe zuzuführen, damit Sie schnell wieder zu Kräften kommen. Versuchen Sie, Ihr Körpergewicht möglichst stabil zu halten, um das Immunsystem nicht zusätzlich zu schwächen. Dabei ist es oft ratsam, mehrere kleine Portionen über den Tag verteil zu essen.

Tipps zur Ernährung bei Strahlen- und Chemotherapie

Folgende Tipps können Ihnen dabei helfen, sich während einer Strahlen-oder Chemotherapie trotz Nebenwirkungen möglichst gesund zu ernähren:

Tipps bei Appetitlosigkeit

  • Essen Sie immer dann, wenn Ihnen danach ist – egal zu welcher Uhrzeit, ob mitternachts oder um fünf Uhr morgens.
  • Essen Sie alles, worauf Sie Appetit haben.
  • Vielleicht tut Ihnen etwas Abwechslung beim Essen gut. Speisen Sie zum Beispiel in Gesellschaft oder vor dem Fernseher, um sich abzulenken.
  • Viele Patienten reagieren sensibel auf Essensgerüche. Versuchen Sie möglichst nicht selbst zu kochen, damit Ihnen der Appetit nicht schon vor dem Essen vergeht.

Tipps gegen Übelkeit/Erbrechen:

  • Gut verträglich ist oft breiige oder flüssige Nahrung wie Kartoffelbrei, Apfelmus oder Suppen. Das kann den Magendarmtrakt entlasten.
  • Bevorzugen Sie kühle, leicht gewürzte Speisen. Probieren Sie zum Beispiel Kaltschalen und Sorbets.
  • Sitzen Sie beim und nach dem Essen aufrecht. So gelangt das Essen leichter über die Speiseröhre in Ihren Magen und kann verdaut werden.
  • Trinken Sie nach dem Essen Pfefferminztee oder spülen Sie Ihren Mund damit aus. Sie können auch Eiswürfel aus Cola lutschen. Das hinterlässt einen angenehmen Geschmack im Mund.

Das hilft bei Durchfall:

  • Achten Sie darauf, mindestens zwei bis drei Liter am Tag zu trinken, damit Ihr Körper nicht austrocknet.
  • Essen Sie eine gemuste Banane oder geriebene Äpfel und Möhren. Sie können stopfend wirken.
  • Um den Kochsalzverlust auszugleichen, knabbern Sie zum Beispiel Salzstangen oder trinken Sie eine Brühe.

Das hilft bei Verstopfungen:

  • Bevorzugen Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Getreideprodukte oder Hülsenfrüchte. Die pflanzlichen Faser- und Quellstoffe binden Wasser im Darm, vergrößern das Stuhlvolumen und regen die Verdauung an.
  • Essen Sie regelmäßig und in Ruhe, denn Hektik fördert in den meisten Fällen die Verstopfung.
  • Wenn Sie einen Stuhldrang verspüren, suchen Sie zeitnah eine Toilette auf.

Tipps gegen ein verändertes Geschmacks- und Geruchsempfinden

Ihr Geschmacksempfinden kann sich durch die Strahlen- oder Chemotherapie verändern: Süßes empfinden Sie häufig noch süßer, Bitteres schmeckt noch bitterer. Bei einer Chemotherapie mit Platin tritt oft auch ein metallischer Geschmack auf.

  • Spülen Sie vor dem Essen den Mund aus oder putzen Sie sich die Zähne, um den Geschmack zu neutralisieren.
  • Gegen die Süße hilft oft ein Spritzer Zitronensaft.
  • Wenn Ihnen das Essen zu fade erscheint, würzen Sie nach Belieben nach.
  • Bei einem metallischen Geschmack können Kaugummis oder Frucht-Drops helfen. Sie regen den Speichelfluss an. Anstelle von normalem Essbesteck kann Plastikbesteck eine gute Alternative sein.

Das hilft bei Entzündungen im Mund- und Schleimhautbereich:

  • Bevorzugen Sie weiche, mild gewürzte Speisen wie Suppen und Brei aus püriertem Gemüse, Kartoffeln, Getreide oder Obst. Sie lassen sich leichter schlucken.
  • Meiden Sie möglichst salzige, säurehaltige und scharfe Nahrungsmittel. Sie können die Mundschleimhäute zusätzlich reizen.
  • Verzichten Sie auf kohlensäurehaltige Getränke.
  • Essen Sie keine Lebensmittel, die beim Kauen leicht zerbröseln – zum Beispiel Zwieback oder Kekse. Die Krümel setzen sich in den Entzündungen fest und können diese verschlimmern.
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