Roche

Michael B. Rehabilitation

Nach sechs Monaten Therapie (aufgeteilt in Bestrahlung und Chemo) war die Behandlung bei mir abgeschlossen.


Es war Anfang Februar, als ich die letzte Chemotherapie bekam. Es war mir egal, dass es noch Winter war (nämlich grau, nass und kalt, aber kein Schnee). Ich war froh zu wissen, dass es jetzt darum ging, meinem Körper Zeit zu geben, gesund zu werden – nach dem „Gift“ der Chemotherapie. Die ganze Zeit war mein größtes Problem der Durchfall. Die Müdigkeit konnte ich gut aushalten, da Schlafen immer eine gute Maßnahme dagegen war. Aber Durchfall – das ist nicht so einfach zu beseitigen!

Ich habe keine Reha gemacht, weil mich über diese Möglichkeit niemand informiert hat. Ich bin einfach davon ausgegangen, dass ich weiter zur Arbeit gehen und hoffen soll, dass die schwierige Zeit Schritt für Schritt vorübergeht und der Durchfall weniger wird. Klar habe ich eine Reihe von unterschiedlichen Ideen und Maßnahmen in Sachen Essen ausprobiert, um den Durchfall zu vermeiden. Zum Beispiel Karottensuppe, einfaches Kartoffelpüree, Reis, Weißbrot, kein Fleisch, kein Alkohol und keine Milchprodukte. Aber es war einfach egal, der Durchfall blieb. Es schien, dass nur Zeit und der Verzicht auf „schwerverdauliches“ Essen (Kohl, Vollkorn usw., Alkohol) helfen. Zwischendurch habe ich abends auch ein probiotisches Pulver mit Wasser getrunken. Das war wichtig, um die Darmflora wieder aufzubauen. Heute, über fünf Jahre später, trinke ich immer noch etwas Probiotisches. Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass mir Bewegung (Nordic Walking und leichtes Laufen) gut tut.

Ich kann sagen, dass Ernährung ein sehr wichtiges Thema für mich war – wahrscheinlich zu wichtig –, weil ich mich verrückt gemacht habe (und auch meine Familie!). Ich glaube im Nachhinein, man muss ein bisschen von allem essen und sich nicht verrückt machen. Das „Verrücktmachen“ führt nur zu Stress, der dann bei mir Durchfall ausgelöst hat. Besser ist es, nicht zu viel darüber nachzudenken und Ruhe zu bewahren. Einfach auch mal froh sein, dass die Therapie zu Ende ist.

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