Roche

Michael B. Nachsorge

Nach all den Behandlungen und Therapien habe ich außer den regelmäßigen Nachkontrollen keine Nachsorge gemacht. Es war mir sehr wichtig, die Nachkontrollen machen zu lassen, und ich war bei der Einhaltung der Termine sehr diszipliniert.

Alle drei Monate war ich beim Onkologen und habe mein Blut kontrollieren lassen und eine Kernspintomographie des Abdomens machen lassen. Zusätzlich habe ich alle sechs Monate eine MRT der Lunge und eine Spiegelung des Mastdarms bzw. eine Darmspiegelung durchführen lassen. Nach zwei Jahren haben wir die Kernspinuntersuchung nur noch alle sechs Monate und später einmal im Jahr gemacht. Zwei Wochen vor diesen Terminen habe ich immer Angst gehabt. Mit der Zeit wurde die Angst aber weniger. Bis zu dem Zeitpunkt, als vier Jahre nach der ersten Diagnose völlig unerwartet bei mir eine kleine Metastase am Rand der Leber gefunden wurde. Zuvor war ich eigentlich völlig gesund, daher kam es so überraschend. Ich hatte wieder voll gearbeitet, Sport getrieben und war allgemein guter Verfassung. Das Gute war, dass wir es sehr früh bemerkt haben: nur eine einzelne, kleine Metastase. Das bedeutete aber wieder eine Operation (diesmal aber minimal invasiv) und wieder eine Chemotherapie. Das ist jetzt eineinhalb Jahre her und seitdem gehe ich wieder alle drei Monate zur Nachkontrolle.

Lernen, zur Ruhe zukommen


Diesmal aber begann ich zusätzlich mit einer ganz eigenen Form der Nachsorge. Ich gehe ca. alle drei Wochen zu einer sehr guten psychoonkologischen Beratung. Mein Problem ist nicht direkt der Krebs, sondern dass ich nie gelernt habe, zur Ruhe zu kommen. Diese Unruhe verstärkt die Angst bzw. die Angst verstärkt die Unruhe. Schwer zu sagen, was zuerst da war – das Huhn oder das Ei? Inzwischen lerne ich, zur Ruhe zu kommen. Dafür habe ich auch Entspannungs-Yoga angefangen. Ich jogge auch wieder zweimal die Woche, aber langsamer als früher (Ich muss nicht immer schneller oder weiter laufen oder denjenigen vor mir überholen). Ich lerne durchzuatmen und versuche, meine Tage mit weniger Hektik zu planen.

Jeden Tag lächeln

Mein Alltag ist aber nicht viel anders als bei anderen Menschen. Ich stehe morgens früh auf, achte darauf, dass die Kinder rechtzeitig in die Schule kommen, gehe selber zur Arbeit, hole die Kinder nach dem Sport oder auf dem Heimweg nach der Arbeit ab, koche Abendessen und gehe früh ins Bett. Laufen und Yoga mache ich an zwei Abenden in der Woche und am Wochenende. Mit anderen Worten versuche ich, meinen Alltag so zu gestalten, als ob ich niemals krank gewesen wäre – denn krank bin ich nicht. Wichtig ist, dass ich ruhig bleibe, viel Schlaf bekomme und jeden Tag lächeln kann!

Norbert B. Nachsorge

Norbert B. Nachsorge

Norbert B. fand nach dem Krebs Schritt für Schritt zurück in den Alltag. Die Nachsorge ist ihm wichtig. „Außerdem vermitteln die Nachsorgeuntersuchungen hinterher immer auch ein Stück wohltuende Sicherheit“, sagt er.

Norbert B. Nachsorge
Karin U. Nachsorge

Karin U. Nachsorge

Auf die Nachsorge legt Karin U. großen Wert. „Die Nachsorgetermine, die ich ausnahmslos in Anspruch nehme, bestimmen meine Jahresplanung.“ Die Untersuchungen beruhigen sie, erzählt sie im Interview.

Karin U. Nachsorge
Bewegung bei Darmkrebs

Bewegung bei Darmkrebs

Manche Darmkrebs-Patienten fühlen sich besser, wenn sie regelmäßig joggen oder leichte Sportübungen drinnen und draußen machen. Hier finden Sie Vorschläge für einfache Übungen.

Bewegung bei Darmkrebs
Lightbox Image
zum Seitenanfang

ABSTIMMUNG

-->