Roche

Michael B. Ergänzenden Maßnahmen

Wie bereits in vorherigen Berichten geschildert, bin ich erst operiert worden, dann habe ich Chemo- (5-FU) und Strahlentherapie bekommen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten und Aktivitäten


Schon kurz nach Beginn der Chemo und Bestrahlung haben mich die Nebenwirkungen voll erwischt – extreme Müdigkeit, Schmerzen im Rektumbereich und täglicher Durchfall. Durch diese Nebenwirkungen war ich auch geistig benommen und teilweise nicht 100% handlungsfähig. In dieser Phase hat es mir am meisten geholfen, viel zu schlafen. Wenn ich nicht geschlafen habe, habe ich gearbeitet. Meine Arbeit konnte ich von zu Hause aus machen. Ich hatte ein recht gutes Team, mit dem ich zusammengearbeitet habe und das immer sichergestellt hat, dass keine Fehlentscheidungen von mir getroffen wurden. Meine Arbeit war eine super Ablenkung von den Schmerzen und dem Durchfall. Zusätzlich bin ich fast jeden Tag 15 bis 45 Minuten spazieren gegangen. Dies fiel mir zwar nicht immer leicht, aber die Bewegung hat meinem Körper geholfen, das „Gift“ von Chemo und Bestrahlung abzubauen.

Wege finden, die Nebenwirkungen zu minimieren

Weil die Auswirkungen der Behandlung manchmal nicht erträglich waren, war es sehr wichtig, dass meine Onkologin sich viel Zeit genommen hat, mir zuzuhören. Sie hat mich kontinuierlich dabei unterstützt, Wege zu finden, um die Nebenwirkungen zu minimieren. Solche Tipps waren zum Beispiel:

  • Salbeitee hilft der Schleimhaut, sich zu regenerieren.
  • Buscopan hat die Darmaktivität ein bisschen verlangsamt und den Schmerz im Rektum gemildert.
  • Perenterol sowie ein probiotisches Getränk vermischt mit Kurkuma und Traubenextrakt-Tabletten helfen, die Darmflora langsam wiederaufzubauen (Ich nutze dies heute noch immer – fünf Jahre später.).

Milchprodukte habe ich einige Jahre nicht zu mir genommen, kann sie aber heute wieder genießen. Auch auf Vollkornprodukte, Kaffee und Alkohol habe ich zwischendurch völlig verzichtet. Zehn Monate nach meiner OP hatte ich einen Darmverschluss (Eine Notfall-OP war erforderlich). Danach habe ich fast kein Imodium mehr genommen, um das Risiko eines erneuten Verschlusses zu minimieren. Gegen das Hand-Fuß-Syndrom habe ich Vitamin B genommen.

Viel Zeit und Geduld

In jedem Fall muss man in dieser Phase viel Zeit und Geduld mitbringen, denn Nebenwirkungen verschwinden nicht über Nacht. Aber am wichtigsten ist es, sich die positive Sicht auf die Dinge zu bewahren. Fünf Jahre nach meiner ersten Krebs-OP leide ich zeitweise immer noch an Durchfall. Ich muss stets ein bisschen darauf achten, was ich esse und trinke. Aber ich mache wieder Sport, sehe zu, dass ich immer gut schlafe und esse (Ein guter Rat ist hier das Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“). Um nicht ständig an die Nebenwirkungen zu denken, habe ich die ganze Zeit über gearbeitet (oft von zuhause aus), außer ca. die ersten fünf Wochen nach der OP und während der Wochen meiner Chemo- und Strahlentherapie.

Mir war es auch wichtig, dass meine Familie und Freunde viel Geduld und Verständnis zeigen und Unterstützung leisten. Man muss schlafen können, wenn man müde ist, aber auf ein positives und hoffnungsvolles Umfeld treffen, wenn man wach wird. Hilfe beim Kochen, Lebensmitteleinkaufen, im Haushalt und beim rechtzeitigen Zahlen von Rechnungen usw. ist extrem wichtig.

Karin U. - weitere Therapien

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Nach der Strahlentherapie folgten für Karin U. OP und Heilbehandlung. „Inmitten der anderen Patienten, die dort wegen den verschiedensten Krankheiten behandelt wurden, empfand ich mich in dieser Zeit gut begleitet.“

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Heidi L. über ihre Erfahrung

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„Obwohl ich wohl schon geahnt hatte, dass es sehr schlimm war, hatte ich ‚Krebs‘ immer noch völlig aus meinen Gedanken ausgeschaltet“, schreibt Patientin Heidi L. in ihrem Erfahrungsbericht.

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Während der Darmkrebs-Behandlung ist es wichtig, die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – das zu essen, was dem Körper tut gut. Es kann helfen, darüber ein Tagebuch zu schreiben.

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