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Karin U. Rehabilitation

Nachdem die Akutbehandlung abgeschlossen war, das heißt, die Operation stattgefunden hatte, ging ich direkt in eine sogenannte Anschlussheilbehandlung.


Ich konnte mich nur sehr schwer dazu entschließen, denn das Bedürfnis, nach Hause zu kommen, war sehr groß. Ich ließ mich jedoch vom Fachpersonal der Klinik überzeugen, für drei Wochen in eine spezialisierte Klinik zu wechseln, um in allen Belangen der veränderten Situation beraten zu werden.
Diese Entscheidung stellte sich als sehr sinnvoll heraus. Ich wählte eine Klinik, die nicht weit von meinem Wohnort entfernt war, sodass ich meine kleine Tochter regelmäßig sehen konnte. Das war für meinen Genesungsprozess elementar wichtig. In dieser Fachklinik für Magen-Darm-Erkrankungen jeglicher Art kamen Patienten zusammen, die wie ich noch Unterstützung und Informationen im Umgang mit der veränderten körperlichen und psychischen Situation brauchten. Hier fanden sich nicht nur Tumorpatienten, sondern auch Patienten mit psychosomatischen Störungen. Diese Mischung empfand ich als sehr positiv, denn das Schicksal eines jeden Einzelnen belastete mich sehr stark. Trotzdem suchte ich den Austausch mit den Patienten, die in der gleichen Situation waren und sich auch mit den veränderten Umständen in körperlicher und psychischer Hinsicht auseinandersetzen mussten. Die Kommunikation mit anderen Patienten half mir, die ersten Schritte zu gehen. Noch heute pflege ich die Freundschaftzu ehemaligen Mitpatienten.

Unterstützung in jeder Hinsicht


In der Klinik standen mir unter anderem eine Psychologin, eine Ernährungsberaterin und eine Stomatherapeutin zur Verfügung. Der Umgang mit dem Stoma war für mich eine große Belastung. Ich fühlte mich sehr verletzlich und unsicher. Die Anleitung durch Fachpersonal und der Austausch mit anderen Patienten waren in dieser Zeit sehr wichtig. Mir gelang es in relativ kurzer Zeit, die Handhabung des Stomas zu erlernen und als ein Stück Normalität zu empfinden. Noch im folgenden Jahr, in dem ich dieses Stoma tragen musste, hatte ich es als einen Teil von mir angenommen und konnte auch offensiv damit umgehen.
In dieser Zeit stellte ich meine Ernährung komplett um und lernte, eine Diät einzuhalten, die ich bis heute, auch lange nach der Rückverlegung des Stomas, einhalte. Nach einem Leben im Beruf, der mir nicht die Möglichkeit ließ, eine ausgewogene Ernährung einzuhalten, waren mir ab jetzt die Qualität, die Zubereitung und die Essgewohnheiten sehr wichtig. In der Klinik erhielt ich Unterstützung in jeder Hinsicht. Von der Ernährungsberatung bis hin zum Kochkurs, in dem die Zubereitung von Mahlzeiten regelrecht zelebriert wurde und ich eine völlig neue Einstellung zur Nahrungsaufnahme bekam.

Eine einheitliche Empfehlung für den Patienten habe ich dort allerdings nicht erhalten. Und dennoch war ich auf der Suche nach der richtigen Ernährung, die dafür sorgt, dass ich gesund bleibe. Mit dem Abschluss der offiziellen Behandlung musste ich als Patient wieder viel Eigenverantwortung übernehmen. Ich wollte nichts falsch machen, um nicht wieder zu erkranken. Sicherlich ein naiver Gedanke, der sich jedoch festsetzt. Diese spezielle Entwicklung in meiner Krankheitsbewältigung konnte ich mit einer Psychologin besprechen, die mich während des Aufenthaltes in der Klinik unterstützte.

Michael B. Rehabilitation

Michael B. Rehabilitation

Michael B. machte keine Reha. Niemand hatte ihn über diese Option informiert. Er probierte selbst aus, was ihm hilft. „Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass mir Bewegung (Nordic Walking und leichtes Laufen) gut tut.“

Michael B. Rehabilitation
Heidi L. über ihre Erfahrung

Heidi L. über ihre Erfahrung

„Obwohl ich wohl schon geahnt hatte, dass es sehr schlimm war, hatte ich ‚Krebs‘ immer noch völlig aus meinen Gedanken ausgeschaltet“, schreibt Patientin Heidi L. in ihrem Erfahrungsbericht.

Heidi L. über ihre Erfahrung
Rehabilitation

Rehabilitation

Die Rehabilitation kann Darmkrebs-Patienten, aber auch Angehörigen helfen, mit dem Erlebten umzugehen und neue Kraft zu tanken.

Rehabilitation
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