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Karin U. Psychoonkologische Beratung

Wie bereits erwähnt, war die psychoonkologische Betreuung ein elementarer Bestandteil meiner Behandlung. Bereits wenige Tage nach der Diagnose musste ich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.


Mir war es nicht möglich, diese Last der Krankheit, der folgenden Untersuchungen und Behandlungen alleine zu tragen. Ich forderte eine psychologische Betreuung ein. Dies war in der Klinik, in der ich behandelt wurde, nicht der Standard. Ich wusste allerdings von anderen Kliniken, die Tumorpatienten zeitgleich mit der onkologischen Therapie eine psychologische Therapie anbieten. Ich fand innerhalb der Klinik eine Psychologin, die selbst vor Jahren erkrankt war. Sie schien mir die richtige Ansprechpartnerin. Gleichzeitig war sie in Psychoonkologie spezialisiert, was sich als ein großer Vorteil erwies. Es ist sehr wichtig, den oder die richtige Psychologin zufinden. Ganz zu Beginn der Behandlung war sie mir ein Ratgeber im Klinikalltag. Die Behandlung eines Tumorpatienten ist recht standardisiert und Gespräche bleiben oftmals auf der Strecke. Ich konnte fachliche Fragen an sie richten und sie begleitete mich während der körperlich und psychisch anstrengenden Behandlungen. Sie gab mir Ratschläge in medizinischer Hinsicht und unterstützte mich in Fragen zur Ernährung.

Das Thema „Angst“


Über Jahre hatte ich, bedingt durch meinen Beruf in der Klinik, unregelmäßige und ungesunde Ernährungsgewohnheiten. Mir war bewusst, dass Darmtumore und deren Entstehung mit falschen Essgewohnheiten zusammenhängen können. Deshalb stellte ich mir immer wieder die gleichen Fragen: Was habe ich falsch gemacht? Habe ich zu wenig auf mich geachtet? Hätte ich die Entstehung des Tumors verhindern können? Lange war „Schuld“ Thema in der Verarbeitung meiner Krankheit. Im Laufe der Behandlung gelang es mir, diese Schuldgefühle abzulegen. Dies erscheint mir, noch heute, als ein ganz wichtiger Schritt in der Verarbeitung der Krankheit. Kindheit und Familienkonstellation waren elementare Themen, die ich im Laufe der Behandlung mit meiner Psychologin besprechen konnte. Das alles überdauernde Thema „Angst“ ist bis heute immer wieder akut. Die regelmäßig anstehenden Nachsorgeuntersuchungen sind Spitzen der Angst, die ich mithilfe der Psychologin zu bewältigen versuche. Hier ist sie mir immer wieder eine große Hilfe. Ich fühlte mich seit der Akutbehandlung über die Rehabilitation bis hin zu den Nachsorgeuntersuchungen in zeitlich regelmäßigen Abständen gut betreut. Schon bald merkte ich, dass das private und soziale Umfeld mit der Auseinandersetzung meiner Krankheit überfordert ist. Ich kann nur jedem Patienten empfehlen, sobald als möglich die psychologische Betreuung einzufordern und zu nutzen.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass diese psychologische Betreuung eine kassenärztliche Leistung ist.

Norbert B. Beratung

Norbert B. Beratung

Für Norbert B. war die Psychotherapie sehr hilfreich. „Einerseits wurde meine Hypersensibilität dort immer wieder aufgefangen und andererseits lernte ich, meinen geschwächten Körper besser anzunehmen.“

Norbert B. Beratung
Adressen & Links

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Hier finden Sie nützliche Adressen und Telefonnummern, zum Beispiel von der Verbraucherzentrale oder der Krebshilfe. Die Ansprechpartner können Ihnen unabhängige Informationen geben und bei Fragen weiterhelfen.

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Psychoonkologie

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Wenn ein nahestehender Mensch die Diagnose Darmkrebs erhalten hat, stehen auch die Angehörigen vor einer Herausforderung. Ein Psychoonkologe kann ihnen Kraft geben, mit der veränderten Situation klar zu kommen.

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