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Karin U. Nach der Operation

Während meiner Chemotherapie und Bestrahlung, die der eigentlichen Operation vorgeschaltet war, machte ich während eines Krankenhausaufenthalts die Bekanntschaft einer Patientin. Diese 67-jährige Patientin lebte bereits mit einem künstlichen Darmausgang, einem Stoma. Ich konnte beobachten, wie sie damit umging. Sie hatte diese Veränderung angenommen und stellte sich der Situation. Das wollte ich auch tun.

Allerdings war dies die Theorie ...


Vor der Operation stand bereits fest, dass ein Stoma während der Operation angelegt werden muss. Nach der Operation erlebte ich diesen „Fremdkörper“ als einen Teil meines Körpers. Ich war total geschockt und konnte gar nicht glauben, dass diese Form der Darmentleerung funktionieren kann. Es war befremdlich und faszinierend zugleich.

Noch in der Klinik hatte ich Kontakt zu einer so genannten Stomatherapeutin, die in den Umgang mit dem Stoma einwies. Sie war mir in den ersten Stunden und Tagen eine große Hilfe. Die Unsicherheit hielt jedoch noch eine ganze Weile an. Nur unter dem Aspekt, den Umgang mit dem Stoma lernen zu müssen und auch andere Patienten kennen zu lernen, stimmte ich zu, in eine Anschlussheilbehandlung zu gehen.

Umgang mit dem Stoma lernen


In dieser Klinik, die spezialisiert war auf Patienten mit Problemen im Verdauungstrakt, wurde ich im Umgang mit dem Stoma immer vertrauter. Patienten kennen zu lernen, die in der gleichen Situation sind, hilft die eigene Situation einzuschätzen und ist gleichzeitig eine Möglichkeit, Informationen und Tipps im Umgang mit dem Stoma zu erhalten. Ein ganz wichtiger Schritt in der Bewältigung der Krankheit ist die Akzeptanz der veränderten Lebenssituation. Und ein Stoma zu haben, ist eine elementare Veränderung.


Mehr und mehr konnte ich beobachten, wie meine Verdauung funktionierte. Bestimmte Lebensmittel wurden kaum verdaut und andere konnte ich gar nicht vertragen. Ich lernte eine Diät einzuhalten, die ich bis heute beibehalte. Dieses Verhalten gibt mir eine gewisse Sicherheit, zumal ich drei Wochen nach der ersten Operation an einem Darmverschluss erkrankte, der operativ behandelt werden musste. Danach war ich umso vorsichtiger mit meiner Ernährung. Faserhaltige und blähende Lebensmittel sind für mich nicht bekömmlich. Sie zu meiden bedeutet jedoch bis heute für mich keinerlei Beeinträchtigung. Im Gegenteil, ich ernähre mich deutlich bewusster als vor der Erkrankung.

Nach einiger Zeit hatte ich das Stoma angenommen. Meine kleine Tochter nahm die äußerliche Veränderung meines Körpers ganz selbstverständlich hin und auch mein Ehemann konnte gut damit umgehen. Dies war mir eine große Hilfe, denn ich fühlte mich in dieser Zeit sehr viel verletzlicher.

Das Stoma wurde in meinem Fall vorübergehend angelegt, um die Verheilung der betroffenen Darmpassage zu unterstützen. Nach einem Jahr stand die Rückverlegung an.

Norbert B. - nach der OP

Norbert B. - nach der OP

Die Entscheidung für oder gegen ein Stoma fiel bei Norbert B. erst während der OP. Als er erwachte, war er froh, keines zu tragen. Heute geht er unverkrampfter mit Tabu-Themen um. „Es ist mehr Natürlichkeit eingekehrt.“

Norbert B. - nach der OP
Angehörige: Nach der OP

Angehörige: Nach der OP

In der Phase nach der Operation kann es dem Patienten helfen, wenn ihm Angehörige unterstützend beiseite stehen und ihm das Gefühl vermitteln, nicht alleine zu sein.

Angehörige: Nach der OP
Hubert B. Operation

Hubert B. Operation

„Mir wurde die bevorstehende OP ausführlich geschildert und die Narkose erklärt“, erinnert sich der Patient Hubert B. an Gespräche mit seinem Arzt vor der Darmkrebs-Operation.

Hubert B. Operation
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