Roche

Karin U. Ergänzende Maßnahmen

Die sogenannte „Schulmedizin“ stand während meiner Behandlung immer an erster Stelle. Ich wollte ein „guter Patient” sein und mir nicht den Vorwurf machen, nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft zu haben.


Mit dieser Entscheidung gibt man sehr viel Verantwortung an die Behandler ab. Einerseits entlastet diese Entscheidung, andererseits hatte ich immer das Gefühl, mich noch umfangreicher informieren und auch alternative Behandlungsmöglichkeiten kennenlernen zu müssen, um sie in Anspruch nehmen zu können.

Noch vor der ersten Chemotherapie bekam ich ein Infoblatt über die alternativen Heilmethoden eines Professors, der ausschließlich mit hohen Dosen an Vitaminen behandelt. Diese Info empfand ich als große Verunsicherung und ich hatte dadurch Probleme, die Chemotherapie anzunehmen.

Die Möglichkeiten, sich zu informieren sind – besonders durch das Internet – derart groß, dass ich als Patient schnell überfordert war. Deshalb besann ich mich auf persönliche Informationen. Da ich im Gesundheitswesen tätig war, waren die Wege, Informationen zu bekommen, begünstigt. So wurde mir ein Professor empfohlen, der sich mit „biologischer Krebsabwehr“ beschäftigt. Ich hatte einen persönlichen Termin, der für mich sehr wichtig war. Hier konnte ich völlig unabhängig von den folgenden Therapien darüber sprechen, wie ich die schulmedizinische Behandlung unterstützen, jedoch nicht gefährden würde. Er war nicht der unmittelbare Behandler und musste mich nicht von irgendetwas überzeugen, sondern konnte mich umfangreich informieren. Das war eine sehr gute Vorraussetzung für meine Entscheidung.

Sie verhielten sich eher gleichgültig


Ich habe ganz persönlich für mich entschieden, inwieweit ich alternative Methoden in Anspruch nehmen möchte, und meinen behandelnden Arzt darüber informiert. Er sollte darüber in Kenntnis gesetzt sein, um eventuelle Komplikationen in Beziehung setzen zu können. Die behandelnden Ärzte waren diesen wenigen alternativen Methoden gegenüber nicht gerade aufgeschlossen. Sie verhielten sich eher gleichgültig. Das war eine große Verunsicherung für mich. Gleichzeitig brauchte ich jedoch das Gefühl, aktiv an der Behandlung beteiligt zu sein. Informiert zu sein ist für mich – noch heute – elementar wichtig. Nur so konnte ich guten Gewissens in die Therapie gehen. Ich entschied mich für eine Misteltherapie, die nach Unverträglichkeit allerdings abgebrochen wurde. Eine Infusionstherapie unmittelbar vor und während der Operation habe ich mit dem Operateur abgesprochen. Ich wollte auf keinen Fall die Behandlung gefährden. Ich bin heute jedoch davon überzeugt, dass es eine sinnvolle und wichtige Entscheidung war. Orthomolare Nahrungsergänzungsmittel und verschiedene Mineralien nehme ich noch heute.


Sehr bedeutend und hilfreich für mich war auch die psychoonkologische Betreuung durch einen Therapeuten, der selbst betroffen war. Über drei Jahre hinweg hat er mich psychologisch begleitet. Ich konnte meine Ängste und meinen tiefen Identitätsverlust verarbeiten, bekam Hilfestellungen den akuten Phasen der Angst und der körperlichen Reaktionen auf die „chemische Behandlung“. Eine kontinuierliche psychoonkologische Begleitung während der Dauer der Behandlung empfand ich als äußerst wichtig, denn ein neutraler Zuhörer ist deutlich belastbarer als das unmittelbare Umfeld.

Heidi L. über ihre Erfahrung

Heidi L. über ihre Erfahrung

„Obwohl ich wohl schon geahnt hatte, dass es sehr schlimm war, hatte ich ‚Krebs‘ immer noch völlig aus meinen Gedanken ausgeschaltet“, schreibt Patientin Heidi L. in ihrem Erfahrungsbericht.

Heidi L. über ihre Erfahrung
Hubert B. Maßnahmen

Hubert B. Maßnahmen

Der Patient Hubert B. schildert, ob und welche ergänzenden Maßnahmen wie eine Ernährungsumstellung und Sportübungen ihm nach der Darmkrebs-Therapie geholfen haben.

Hubert B. Maßnahmen
Nebenwirkungen

Nebenwirkungen

Bei der medikamentösen Krebstherapie hängt es vom Arzneimittel ab, ob und welche Nebenwirkungen der Darmkrebs-Patient hat. Um diese Beschwerden zu lindern, kann ihm sein Onkologe Begleitmedikamente dagegen verschreiben.

Nebenwirkungen
Lightbox Image
zum Seitenanfang

ABSTIMMUNG

-->