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Claudia K. Nach der Operation

Vor der Operation wurde ich darüber aufgeklärt, dass es sich erst während der OP herausstellen wird, ob ich ein Stoma bekommenwürde oder nicht. Wenn ich ehrlich bin, habe ich den Gedanken ganz weit weggeschoben.


Ich wollte gar nicht daran denken. Irgendwie geht es weiter, ob mit oder ohne Stoma. Ich wollte mir nicht über ungelegte Eier Gedanken machen und bin – zum Glück – auch davon verschont geblieben. Ich glaube, die Frage nach dem Stoma war jedenfalls eine der ersten Fragen, nachdem ich aus der Narkose erwacht bin, und ich war dann sehr erleichtert, dass mir kein Ausgang gelegt worden war.

Durch einige Komplikationen nach der OP musste ich zunächst länger im Krankenhaus bleiben. Es war klar, dass bei mir eine Chemotherapie durchgeführt werden wird. Da diese zeitnah nach der OP beginnen sollte, habe ich mich unmittelbar nach der Entlassung aus dem Krankenhaus mit diesem Gedanken auseinander gesetzt. Ich versuchte mich zu informieren, wie ich meinem Körper dabei helfen kann, dieses Gift zu verarbeiten. Wichtig ist es natürlich auch, dass man nicht mit dem Gedanken herangeht: „Jetzt zerstöre ich Zellen und schade meinem Körper“, sondern eher: „Jetzt gebe ich dem Krebs den Rest und zerstöre die kranken Zellen, die noch in mir sind.“

Ich war weiterhin krank geschrieben und habe mich dafür entschieden, auch während der Chemotherapie zu Hause zu bleiben. Ich habe Leute kennen gelernt, die versucht haben, wieder ihren Job zu machen. Die meisten sind gescheitert. Ich wollte meine ganze Kraft einsetzten und mich voll auf mich konzentrieren. Den Stress auf der Arbeit konnte ich da nicht brauchen. Wenn ich nämlich arbeiten gehe, dann will ich auch gute Arbeit abliefern und diesem Anspruch hätte ich nicht genügen können.

Mein Leben hat sich verändert

Hat sich in dieser Zeit mein Leben verändert? Bei mir war es eher ein Prozess. Von der Diagnose bis heute hat sich mein Leben sicher verändert. Ich könnte jedoch keinen genauen Zeitpunkt hierfür definieren. In vielen Büchern steht: „Der Krebs hat seine Ursache. Nicht in der Ernährung oder in anderen erklärbaren Dingen, sondern in der Psyche. Überdenken Sie Ihr Leben und finden Sie die Ursache!“ Dem kann ich so nicht zustimmen. Ich war vor der Erkrankung mit meinem Leben vollauf zufrieden und bin es auch heute. Daher habe ich im Großen und Ganzen auch nicht viel an meinem Leben geändert.

  • Ich ernähre mich heute so weit wie möglich in Bio-Qualität und versuche, mehr auf meinen Körper zu achten.
  • Ich habe so viel Spaß wie möglich am Leben und lasse eben auch mal fünfe gerade sein – obwohl mir das oft sehr schwer fällt.
  • Ich habe mir vorgenommen, weniger für meinen Arbeitgeber zu leben und mehr für mich. Da die Arbeit jedoch ein großer Teil meines Lebens ist, ist das nicht so einfach und oft erwische ich mich dabei, wieder in den alten Trott zu verfallen und Überstunden zu klopfen. Wenn der Stress zu viel wird, schlägt sich das auch direkt auf mein Wohlbefinden – sprich in erster Linie auf meine Verdauung nieder. Hier konsequenter STOPP zu sagen, daran muss ich noch arbeiten.

Eine für mich negative Veränderung ist allerdings die ständige Bedrohung, die ich im Kopf habe. Es gab seit der Diagnose keinen Tag, an dem ich nicht in irgendeiner Form an diese Krankheit gedacht habe. Und da dies nun bereits seit Jahren so geht, glaube ich auch, dass das so bleibt. Damit muss ich eben leben. Die Hauptsache ist doch, dass ich lebe.

Michael B. Rehabilitation

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Michael B. machte keine Reha. Niemand hatte ihn über diese Option informiert. Er probierte selbst aus, was ihm hilft. „Mit der Zeit habe ich herausgefunden, dass mir Bewegung (Nordic Walking und leichtes Laufen) gut tut.“

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Norbert B. Rehabilitation

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Norbert B. nahm die Möglichkeit der Reha gerne an. Er suchte Unterstützung, um seine körperliche Fitness wiederzuerlangen. Auch den Kontakt zu anderen Patienten schätzte er. „Man ging sehr unbefangen miteinander um“.

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Ernährung bei Darmkrebs

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Während der Darmkrebs-Behandlung ist es wichtig, die Ernährung an die eigenen Bedürfnisse anzupassen – das zu essen, was dem Körper tut gut. Es kann helfen, darüber ein Tagebuch zu schreiben.

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