Roche

Claudia K. Ergänzende Maßnahmen

Dann bekam ich Globuli, die den Heilungsprozess nach der OP fördern und mir psychisch helfen sollten.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten und Aktivitäten


Ich hatte das Gefühl, dieser Begriff ist für die meisten Schulmediziner ein Schimpfwort. Nachdem mir gesagt wurde, dass ich Darmkrebs habe, habe ich mich recht schnell für die Operation und später dann ja auch für die Chemo entschieden. Ich glaube auch heute noch fest, dass dies der richtige Weg war. Natürlich habe ich versucht mich zu informieren, was ich zusätzlich Gutes für meinen Körper tun kann. Oft kamen auch Verwandte, Bekannte und Freunde auf mich zu und gaben gutgemeinte Ratschläge. Es wurde sogar versucht, Zweifel an der OP in mir hervorzurufen. Das war nicht schön, denn wenn man eh verzweifelt ist, dann kann man so was gar nicht brauchen. Es war ja sicher alles lieb gemeint, aber manchmal ist es auch besser, man behält seine Meinung für sich und verunsichert den anderen nicht auch noch, sondern unterstützt ihn auf dem von ihm gewählten Weg.

„Ja, nehmen Sie das mal …“


Vor meiner Operation war ich bei einem Allgemeinmediziner, der aber hauptsächlich homöopathische Methoden anwendet. Er hat mich bestärkt und gesagt, dass ich in meinem Stadium um eine OP auf keinen Fall herumkommen werde. Dann bekam ich Globuli, die den Heilungsprozess nach der OP fördern und mir psychisch helfen sollten.

Während der Chemo hatte ich große Angst, dass ich – wegen anfangs schlechter Blutwerte – unterbrechen oder gar abbrechen muss. Eine mit meiner Schwester befreundete Apothekerin hat mir ein pflanzliches Mittel empfohlen, welches ich nach Rücksprache mit dem Arzt über die gesamte Zeit genommen habe, und ich musste nicht einmal unterbrechen! Darüber war ich sehr froh, denn man will es ja hinter sich bringen. Die Ärzte haben zwar gesagt: „Ja, nehmen Sie das mal …“, aber ich hatte mehr das Gefühl, dass ich belächelt wurde. Mir wurde auch auf Nachfrage kein Vorschlag zu alternativen Mitteln gemacht. Darüber war ich zwar etwas enttäuscht, aber nicht wirklich erstaunt. Das wäre ja, als würde mich der Metzger zum Gemüsehändler schicken. Ich dachte mir: Na, Hauptsache die verstehen ihr Handwerk!

Ich habe viel im Internet gelesen, aber festgestellt, dass die meisten Angebote jede Menge Geld kosten, aber doch eher daran zu zweifeln ist, ob sie wirklich helfen.

Ich nehme es bis heute

Was mich dann wirklich überzeugt hat, war ein Bericht über Katzenkralle (Una deGato). Das ist ein Pulver, das die Ureinwohner im Regenwald des Amazonas schon immer bei Wucherungen und Geschwüren eingesetzt haben. Hört sich jetzt für viele vielleicht ein wenig doof an, aber nachdem meine Schwester mir erzählt hat (bevor sie wusste, dass ich über dieses Mittel gelesen hatte), dass sie von einem Indianer geträumt hat, der gesagt hat, dass ich es schaffen werde, wusste ich, dass dies mein Mittel ist. Ich nehme es bis heute. Außerdem unterstütze ich meine Leber mit Mariendistel. Gegen die freien Radikale nehme ich Vitamin E und das war es.

Ernährungstechnisch haben wir alles, bis auf Fleisch, auf Bio umgestellt. Natürlich gehen wir auch noch essen und wenn wir eingeladen sind, sagen wir auch nicht nein. Aber ich glaube, jede Paprika, die nicht mit Pestiziden belastet ist, entlastet meinen Körper. Ich habe jedenfalls ein gutes Gefühl dabei, auch wenn einem die Preise manchmal das Wasser in die Augen treiben.

Versuchen, eine Strategiezu entwickeln

Mein Ratschlag: Nicht verzetteln und alles Mögliche einwerfen. Versuchen, eine Strategie zu entwickeln und dabei zu bleiben. Es macht überhaupt keinen Sinn, wenn man sich einen Cocktail aus Medikamenten „einschmeißt“, um sich am Ende vielleicht mehr zu schaden, als zu nützen.

Eine Begleitung durch einen Homöopathen ist ganz bestimmt hilfreich. Besonders, weil auch pflanzliche Mittel Nebenwirkungen und vor allem Wechselwirkungen haben können. Da sich die meisten Schulmediziner jedoch nicht mit diesem „Naturkram“ auskennen, kann hier ein guter Homöopath – am besten einer, der auch Arzt ist – helfen. Das Wichtigste ist, dass man von dem, was man macht, überzeugt ist und sich nicht für irgendwelche „Vitamintabletten“ oder „Wundermittel“ das Geld aus den Taschen ziehen lässt. Ich bin sehr offen für die „Apotheke Gottes“, aber reagiere allergisch auf die ganzen Scharlatane, die mit der Angst und der Verzweiflung von kranken Menschen ihr Geld machen. Ich konnte nie 100-prozentig sicher sein, dass ich die Erkrankung überlebe – bin es heute manchmal noch nicht. Aber ich bin sicher, dass meine Ersparnisse dann meine Erben bekommen und nicht irgendein dahergelaufener Guru.

Hubert B. Maßnahmen

Hubert B. Maßnahmen

Der Patient Hubert B. schildert, ob und welche ergänzenden Maßnahmen wie eine Ernährungsumstellung und Sportübungen ihm nach der Darmkrebs-Therapie geholfen haben.

Hubert B. Maßnahmen
Michael B. Maßnahmen

Michael B. Maßnahmen

Michael B. wurde nach der OP mit einer Chemo- und Strahlentherapie behandelt. Mit viel Schlaf, Arbeit und Spazierengehen lenkte er sich von den Nebenwirkungen ab. „Die Bewegung hat meinem Körper geholfen“, erzählt er.

Michael B. Maßnahmen
Chemotherapie

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung, die die bösartigen Zellen zerstören und das Zellwachstum hemmen soll. Sie kommt je nach Stadium und Lage des Tumors zum Einsatz.

Chemotherapie
Lightbox Image
zum Seitenanfang

ABSTIMMUNG

-->