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Claudia K. Diagnose

Jeder Mensch erlebt eine Darmkrebserkrankung ganz individuell und entwickelt über die Zeit eine Strategie mit dieser umzugehen. Hier berichtet Claudia K. über ihre Erfahrungen mit Darmkrebs – Von der Diagnose über die Therapie bis hin zum Leben mit Darmkrebs.

Diagnose Darmkrebs im Jahr 2004

41 Jahre, ledig
Kaufmännische Angestellte
Hobbys: Reiten, Walken, Fahrradfahren, Wandern, Lesen, mit Freunden treffen und Feiern


Vor sechs Jahren, da war ich kurz vor meinem 36. Geburtstag, ging es mir nicht so gut. Meine Leistungsfähigkeit beim Sport ließ merklich nach und mein Puls war bereits bei 120 im Ruhezustand. Nach einiger Zeit dachte ich mir, es wäre vielleicht doch nicht so verkehrt, mal einen Arzt aufzusuchen.

Da bereits eine Schilddrüsenüberfunktion diagnostiziert wurde, wurde erstmal Blut abgenommen, um die Schilddrüsenwerte zu überprüfen. Daraufhin wurde die Medikamentendosis erhöht. Das Blutbild wies aber auch eine Anämie aus, unabhängig davon gab mir mein Hausarzt Teststreifen zur Stuhluntersuchung mit. Diese habe ich dann auch brav abgegeben und es war alles wunderbar. Keine Anzeichen auf Blut im Stuhl. Ich dachte und mein Arzt übrigens auch, dann kann es ja nichts Schlimmes sein.

Ich bekam ein Eisenpräparat, das ich dann auch eine ganze Zeit lang eingenommen habe. Wirklich fitter wurde ich aber nicht.

Ich war geschockt


Nach ca. drei Monaten hatte ich ziemlichen Durchfall. Eines schönen Tages, wir waren gerade dabei, über Internet unseren Ski-Urlaub zubuchen, ging ich zur Toilette und konnte meinen Augen nicht trauen. Soviel Blut hatte ich noch nie gesehen. Natürlich war ich geschockt. Montags bin ich dann gleich zum Arzt, hab ihm das erzählt und bekam dann wieder die Teststreifen mit. Ich gab bereits am nächsten Tag einen ab und er hat es sich noch in der Praxis angesehen.

„Die muss ich gar nicht einschicken, das ist ja Blut pur“, war der Kommentar. Darauf wurde sofort ein Termin zur Darmspiegelung beim Internisten vereinbart. Diese wurde dann in der nächsten Woche durchgeführt.
Ich war im Dämmerschlaf, habe aber schon mitbekommen, dass Proben entnommen wurden und dass der Internist mit seinen Geräten nicht weiter durch den Darm kam. Hat mich nicht gerade beruhigt … Beim Anschlussgespräch hieß es dann natürlich: Erst mal die Ergebnisse abwarten …

Leere, Trauer, Angst


Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt. Und so wartete ich fast zwei Wochen auf das Ergebnis. Ich sagte mir, was auch die Ärzte gesagt haben: Du bist noch zu jung, du hast gesund gelebt und dich gesund ernährt, du hast immer Sport gemacht, also kannst du gar keinen Krebs haben. Den bekommen doch nur Leute, die alt sind oder nicht auf ihren Körper aufpassen! Dann hat mich mein Hausarzt auf der Arbeit angerufen und hat mir am Telefon eröffnet, dass die Diagnose eindeutig ist: Darmkrebs, und zwar schon weiter fortgeschritten. Es muss so schnell wie nur möglich operiert werden.

Wie oder was fühlt man da? Leere, Trauer, Angst, alles auf einmal und irgendwie einfach nichts. Ich konnte jedenfalls nicht mehr weiter arbeiten. Mein Lebenspartner hat mich dann abgeholt. Ich habe zu meiner damaligen Chefin ein sehr gutes Verhältnis und sie wollte mich nicht mehr Auto fahren lassen. War vielleicht auch ganz gut so. Man kann es schwer glauben, wenn es einen trifft. Tausend Fragen gingen mir durch den Kopf, natürlich auch, wie lange ich wohl noch zu leben habe. Und trotzdem ist es seltsam. Ich kam mir gar nicht so vor, als ginge es hier um mich. Ich konnte es einfach nicht realisieren und glauben. Die Nachricht musste erstmal sacken.

Ja, so war das bei mir – mein ganz persönlicher Diagnoseschock. Bei jedem sicher individuell und doch ist man nicht alleine.

Hubert B. Diagnose

Hubert B. Diagnose

„Ohne an etwas Schlimmeres zu denken, ging ich sehr ‚gesundfühlend‘ zum Arzt“, erinnert sich der Patient Hubert B. an den Tag, an dem ihm sein Arzt die Diagnose Darmkrebs mitteilte.

Hubert B. Diagnose
Michael B. Diagnose

Michael B. Diagnose

„Die Unsicherheit hatte mich zum Arzt getrieben“, sagt Michael B.. Bald darauf stand die Diagnose fest: Darmkrebs. Hier können Sie lesen, wie er mit dieser Nachricht umging.

Michael B. Diagnose
Umgang mit der Diagnose

Umgang mit der Diagnose

Äußert der Arzt die Diagnose Darmkrebs, ist es normal, wenn Sie sich erst nach und nach damit auseinandersetzen. Sie werden Ihren eigenen Weg finden, mit der Situation umzugehen – richtig oder falsch gibt es nicht.

Umgang mit der Diagnose
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