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Vor der Darmkrebs-Operation

Die Darmkrebs-Operation ist einer der wichtigsten Behandlungsschritte: Wenn der Tumor vollständig entfernt werden kann, erhöhen sich die Chancen, wieder gesund zu werden. Viele Patienten sind deshalb erleichtert, wenn Sie sich nach vielen Untersuchungen und Therapien zusammen mit ihrem Arzt für eine Operation entscheiden. Sie wollen den Tumor loswerden. Gleichzeitig sind manche Patienten vor einem solchen Eingriff verunsichert.

Unsicherheit vor der Operation

Es kann Ihnen helfen herauszufinden, was genau Sie verunsichert: ob es die Narkose ist oder die Frage, wie es Ihnen nach der Darmkrebs-Operation geht. Vom Chirurgen oder vom Narkosearzt zu hören, wie sie die Operation geplant haben, kann Ihnen die eventuelle Unsicherheit nehmen. Wenn Sie vor dem Eingriff das Gefühl haben, dass noch wichtige Fragen unbeantwortet sind, brauchen Sie sich nicht zu scheuen, diese zu stellen.



Bekomme ich einen künstlichen Darmausgang?

Bei einer Darmkrebs-Erkrankung ist es nicht ausgeschlossen, dass ein Patient vorübergehend oder für immer einen künstlichen Darmausgang bekommt. Diese Frage stellt sich allerdings nur, wenn der Tumor im Mastdarm sehr nahe am Schließmuskel liegt, was in weniger als 10 % der Darmkrebserkrankungen der Fall ist. Ein vorübergehendes Stoma soll den Heilungsprozess nach einer Darmkrebs-Operation unterstützen, es wird 6 – 12 Wochen nach der OP zurückverlegt. Ein so genanntes endständiges Stoma erhalten Patienten, bei denen aufgrund der Lage des Tumors der Schließmuskel entfernt werden musste.

Für viele Patienten hat die Vorstellung von einem künstlichen Darmausgang etwas Unangenehmes. Heutzutage ist es möglich, mit einem Stoma ein nahezu vollständig normales Leben zu führen – selbst Schwimmen ist möglich.

Wenn feststeht, dass ein Stoma notwendig ist, sollte man einen Stomatherapeuten kontaktieren, den es an allen zertifizierten Darmzentren gibt. Dieser kann Ihnen genau erklären, was auf Sie zukommt und Sie im Gebrauch des Stomas schulen.

Wichtige Fragen vor der Operation

Vor einem operativen Eingriff bespricht Ihr Arzt mit Ihnen das konkrete Vorgehen.

Hier erfahren Sie auch, ob vor der Operation eine Chemo- oder Strahlentherapie notwendig ist. Diese sogenannte neoadjuvante Therapie dient dazu, den Tumor vor dem geplanten Eingriff so weit zu verkleinern, dass er anschließend schonend und vollständig entfernt werden kann, bzw. eine Operation überhaupt erst möglich wird.

Um den Erfolg der neoadjuvanten Therapie zu beurteilen, wird ein Re-Staging durchgeführt. Wie beim Staging wird das Stadium der Erkrankung erneut anhand der Größe und Ausbreitung des Tumors bestimmt. So kann man erkennen, ob und wie weit sich der Tumor verkleinert hat und ob eine Operation durchgeführt werden kann.

 

Checkliste: Therapie vor der Operation:
Sie können sich auf das Gespräch vorbereiten, indem Sie diese Liste mit wichtigen Fragen lesen.
Die Liste können Sie auch herunterladen und ausdrucken (PDF).

Neoadjuvante Therapie bei Darmkrebs.

  • Warum ist sie für mich sinnvoll beziehungsweise warum nicht?
  • Warum werde ich nicht sofort operiert?
  • Wie läuft die neoadjuvante Therapie konkret ab?
  • Welche Therapien kommen zum Einsatz?
  • Wie lange dauert sie?
  • Was ist in meinem Fall ratsam: eine ambulante oder eine stationäre Behandlung?
  • Wann erfahre ich, ob diese Therapie bei mir gewirkt hat?
  • Was kann ich tun, um mögliche Nebenwirkungen gering zu halten oder um den Erfolg der Therapie zu erhöhen?
  • Was passiert, wenn die neoadjuvante Behandlung abgeschlossen ist?
  • Welchen Sinn hat eine Pause zwischen neoadjuvanter Behandlung und Operation?
  • Welche Auswirkungen kann es haben, wenn ich die Behandlung hinauszögere?

Re-Staging nach einer neoadjuvanten Therapie

  • Was bedeutet Re-Staging?
  • Welche Untersuchungen sind dafür nötig?
  • Muss ich für diese Untersuchungen in die Klinik?
  • Wenn ja, wie lange?
  • Wie lange dauert es, bis ich die Ergebnisse der Untersuchungen bekomme?

Ergebnisse der Untersuchungen

  • Hat die Behandlung Chemotherapie und/oder Strahlentherapie einen Erfolg gebracht?
  • Ist der Tumor jetzt kleiner?
  • Sind Lymphknoten befallen?
  • Können Fernmetastasen, also Metastasen, die sich in anderen Geweben angesiedelt haben, ausgeschlossen werden?
  • Macht eine Operation jetzt Sinn?
  • Falls ja, wann kann ich operiert werden?
Chemotherapie

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Eine Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung, die die bösartigen Zellen zerstören und das Zellwachstum hemmen soll. Sie kommt je nach Stadium und Lage des Tumors zum Einsatz.

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Fortgeschrittener Krebs

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Darmkrebs-Patienten kann es besonders belasten, wenn ihnen der Onkologe sagt, dass der Tumor schon gestreut hat und Metastasen in anderen Organen vorhanden sind. Hier erfahren Sie, was fortgeschrittener Krebs bedeutet.

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Adressen & Links

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Hier finden Sie nützliche Adressen und Telefonnummern, zum Beispiel von der Verbraucherzentrale oder der Krebshilfe. Die Ansprechpartner können Ihnen unabhängige Informationen geben und bei Fragen weiterhelfen.

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