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Komplementärmedizin

Im Zuge einer Darmkrebs-Erkrankung setzen sich viele Patienten mit den Möglichkeiten der Komplementärmedizin und alternativen Heilmethoden auseinander. Gerade im Internet kommen Betroffene dabei mit verschiedensten Angeboten in Kontakt.

Wir möchten Sie mit unseren Informationen und Services dabei unterstützen, die für Sie geeigneten Therapieansätze und Mittel zu finden. Dazu stellen wir Ihnen verschiedene Institute vor, die Sie zu diesem Thema beraten können. Neben einem Experteninterview finden Sie unter „Checklisten für den Arztbesuch“ eine Liste mit Fragen, die Sie für Gespräche mit Ihrem Arzt oder möglichen Anbietern nutzen können.
Im Laufe einer Darmkrebs-Erkrankung kann es vorkommen, dass sich Patienten hilflos fühlen, da sie auf die Therapie und damit auf die Krankheit nur begrenzt Einfluss nehmen können. Oft können Gedanken dazukommen, ob man wirklich alles getan hat, um gegen den Krebs anzugehen. Patienten suchen daher häufig nach Möglichkeiten, wie sie ergänzend zur Schulmedizin positiv auf ihren Körper einwirken können. Im Mittelpunkt steht dabei oft der Wunsch, selbst aktiv zu werden.

Der 15-minütige Filmbeitrag "Gegen den Krebs mit Naturmedizin, Ayurveda, Akkupunktur?" liefert Ihnen Antworten auf folgende Fragen:

  • Alternative Heilmethoden, Komplementärmedizin & Co. – was versteht man darunter?
  • Was ist schädlich, was ist sinnvoll?
  • Wo können sich Krebspatienten zu diesem Thema informieren?
Checkliste: Komplementärmedizin:
Bevor Sie sich für Komplementärmedizin entscheiden, gibt es einige wichtige Fragen, die Sie mit Ihrem Arzt und dem Anbieter der alternativen Behandlung klären sollten.

Das eigene Wohlbefinden steigern

Grundsätzlich haben Sie viele Möglichkeiten, ihr eigenes Wohlbefinden zu steigern. Versuchen Sie, eine Strategie zu entwickeln, mit der Sie sich besser fühlen und vertrauen Sie dabei auf Ihr Bauchgefühl: Es gibt kein Richtig oder Falsch.

Einigen Patienten hilft es, sich mit Freunden zu treffen oder Bewegung in den Alltag einzubauen. Dass moderater Sport und Bewegung den Verlauf einer Krebserkrankung positiv beeinflussen können, haben Wissenschaftler in Studien nachgewiesen. Abgesehen davon kann schon eine leichte sportliche Aktivität dazu beitragen, sich besser zu fühlen und Selbstvertrauen aufzubauen.

Möglichkeiten der Komplementärmedizin

Einige Patienten befassen sich während ihrer Darmkrebs-Erkrankung mit den Möglichkeiten der Komplementärmedizin. Diese Therapieansätze werden immer zusätzlich zur herkömmlichen Therapie eingesetzt. Die Komplementärmedizin versteht sich also als Ergänzung zur herkömmlichen Schulmedizin und wirbt damit, Nebenwirkungen abschwächen zu können. Eindeutige wissenschaftliche Belege dazu fehlen allerdings. Zur Komplementärmedizin können zum Beispiel Präparate zur Stärkung des Immunsystems und zur Nahrungsergänzung, bestimmte Diäten und Akupunktur zählen.

Die Komplementärmedizin unterscheidet sich von sogenannten alternativen Heilmethoden, die die Schulmedizin ersetzen wollen. In diesem Bereich gibt es viele Therapeuten und Hersteller, die die Angst und Unsicherheit der Patienten ausnutzen und eine Wunderheilung versprechen. Gerade bei Methoden oder Präparaten, die im Internet beworben werden, sollten Sie besonders kritisch sein. Sie sollten grundsätzlich hellhörig werden, wenn eine Vorauskasse oder ein extrem hohes Honorar verlangt wird oder Ihnen geraten wird, Ihre bisherige Behandlung abzubrechen.
Eine genaue Abgrenzung von Komplementärmedizin und alternativen Heilmethoden ist oft schwierig. Denn unter beiden Begriffen werden sehr unterschiedliche Bereiche zusammengefasst und auch die Einsatzgebiete und die gewünschten Wirkungen unterscheiden sich stark.

In der Regel übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine alternative Behandlung nicht oder nur teilweise. In manchen Fällen lohnt es sich aber, vor Behandlungsbeginn nachzufragen. Unabhängige Institute, die Sie über Alternativ- oder Komplementärmedizin umfassend informieren können, finden Sie in den hilfreichen Adressen.

Vielen Verfahren aus der Komplementärmedizin und den alternativen Heilmethoden mangelt es an wissenschaftlichen Nachweisen für ihre Wirksamkeit und ihre Neben- und Wechselwirkungen.

Informieren Sie Ihren Arzt

In vielen Fällen kann die Komplementärmedizin eine Ergänzung zur klassischen Schulmedizin bieten. Aber nicht jede Methode ist bei jeder Krebsart förderlich. Wenn Sie sich für ergänzende Präparate oder Therapien interessieren, ist es ratsam, sich umfassend zu informieren und mit dem behandelnden Arzt zu sprechen. Für Ihren Arzt ist es in wichtig zu wissen, welche Präparate Sie zusätzlich zur normalen Therapie einnehmen. Denn unter Umständen kann es zu Nebenwirkungen oder schweren Wechselwirkungen kommen.

Wichtige Fragen zur Komplementärmedizin

Checkliste: Komplementärmedizin:
Bevor Sie sich für Komplementärmedizin entscheiden, gibt es einige wichtige Fragen, die Sie mit Ihrem Arzt und dem Anbieter der alternativen Behandlung klären sollten.

Fragen an den behandelnden Arzt

  • Welche therapieergänzenden Behandlungsmöglichkeiten gibt es (zum Beispiel Nahrungsergänzungsmittel, pflanzliche Arzneimittel)?
  • Was davon ist sinnvoll, was nicht?
  • Welche Verfahren sind seriös, welche nicht?
  • Wie wirken diese Methoden/Produkte und werden diese auch bei Darmkrebs-Patienten eingesetzt?
  • Haben Sie Erfahrung mit diesen Methoden?
  • Kommt für mich außer der schulmedizinischen Therapie eine zusätzliche Methode infrage?
  • Ist dieses Verfahren/Produkt für die Behandlung von Darmkrebs zugelassen?
  • Was ist über die Wirksamkeit, die Risiken und Nebenwirkungen bekannt?
  • Welche Wechselwirkungen können mit meiner jetzigen Behandlung auftreten?
  • Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
  • An wen kann ich mich wenden, um zusätzliche Information über diese Verfahren/Produkte zu erhalten?
  • Ist es sinnvoll, auf eine bestimmte Ernährungsform zu achten?

Fragen an den Anbieter

  • Haben Sie Unterlagen, die ich an meinen behandelnden Arzt weitergeben kann?
  • Ist das Produkt oder die Behandlungsform in Deutschland zugelassen?
  • Arbeiten Sie mit Kliniken oder anderen Einrichtungen zusammen?
  • Haben Sie Erfahrungen, wie das angebotene Produkt oder Verfahren bei Darmkrebs wirkt?
  • Gibt es eine Dokumentation über die zu erwartende Wirkung, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Therapien?
  • Welche Kosten kommen auf mich zu?
  • Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?
Chemotherapie

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung, die die bösartigen Zellen zerstören und das Zellwachstum hemmen soll. Sie kommt je nach Stadium und Lage des Tumors zum Einsatz.

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Beim Arztgespräch

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Für den Erfolg einer Darmkrebs-Behandlung ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt vertrauen können. Stellen Sie ihm alle Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen. Checklisten können dabei helfen, nichts zu vergessen.

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Hier haben Sie die Möglichkeit, nach Darmzentren in der Nähe Ihres Wohnorts zu suchen. Sie brauchen dazu nur Ihre Postleitzahl anzugeben.

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