Roche

Müdigkeit (Fatigue)

Müdigkeit und Erschöpfung können bei Darmkrebs-Patienten während der Behandlung und auch danach auftreten. Dies kann ein Zeichen für das sogenannte Fatigue-Syndrom sein. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Anzeichen und Beschwerden, die verschieden stark ausgeprägt sein können. Hinzu kommt, dass Darmkrebs-Patienten diese sehr unterschiedlich empfinden.


Fatigue ist ein krankhafter Erschöpfungszustand, der Patienten enorm belasten kann: Manchen fühlen sich zu müde, um ihre privaten und beruflichen Aufgaben zu schaffen. Sogar durch Entspannung oder langes Schlafen merken sie oft keine Besserung. Bei einigen Darmkrebs-Patienten dauern diese Schwierigkeiten auch längere Zeit nach der Behandlung an. Fatigue kann eine Folge der Darmkrebs-Erkrankung selbst sein oder eine Folge der Therapie. Zum Beispiel kann die Behandlung mit Chemotherapie einen Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie, Blutarmut) verursachen, wodurch der Körper nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Erschöpfungserscheinungen, die auf eine solche Anämie zurückzuführen sind, kann der Arzt meist mit Medikamenten behandeln.


Manche Darmkrebs-Patienten fühlen sich körperlich erschöpft, wenn sie sich sehr emotional mit ihrer Darmkrebs-Diagnose auseinandergesetzt haben. Diesen Patienten kann es gut tun, wenn ihre Familie sie ablenkt.

Bei welchen Anzeichen sollte ich in jedem Fall zum Arzt gehen?

  • Müdigkeit
  • Energiemangel
  • Gefühl der allgemeinen Schwäche
  • Aufmerksamkeitsschwäche
  • Motivationsprobleme
  • Schlaflosigkeit oder nicht erholsamer Schlaf
  • Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
  • Wenn sich der Patient noch Stunden nach einer körperlichen Anstrengung unwohl fühlt

Hilfestellungen für Betroffene

  • leichte körperliche Aktivität, zum Beispiel Spazierengehen oder Atemgymnastik
  • Entspannungsübungen aus Yoga, Autogenem Training, Progressiver Muskelrelaxation nach Jacobson (Mehr Informationen dazu finden Sie auch in der Broschüre „Zeit für mich – Leben mit Krebs“
  • gesunde, ausgewogene Ernährung
  • Gespräche mit anderen Patienten
  • regelmäßige Kneippgüsse oder Bürstenmassagen, um den Kreislauf anzuregen
  • Sie können Ihren Alltag neu organisieren, indem Sie regelmäßige, kleine Pausen einbauen – etwa eine halbe Stunde – und damit versuchen, Ihre Kräfte besser einzuteilen.
  • Lassen Sie sich von Angehörigen, Freunden oder sozialen Diensten unterstützen, wenn Sie möchten.
  • Es kann Ihnen helfen, eine Prioritätenliste zu schreiben und nur wirklich wichtige Aufgaben zu erledigen. Sie können lernen, Ihr Tempo selbst zu bestimmen.
  • Vielleicht möchten Sie auch ein Leistungstagebuch schreiben: So können Sie herausfinden, wann Sie eher müde und wann Sie eher fit sind. So können Sie Ihren Alltag effektiver planen.
Fortgeschrittener Krebs

Fortgeschrittener Krebs

Darmkrebs-Patienten kann es besonders belasten, wenn ihnen der Onkologe sagt, dass der Tumor schon gestreut hat und Metastasen in anderen Organen vorhanden sind. Hier erfahren Sie, was fortgeschrittener Krebs bedeutet.

Fortgeschrittener Krebs
Chemotherapie

Chemotherapie

Eine Chemotherapie ist eine medikamentöse Behandlung, die die bösartigen Zellen zerstören und das Zellwachstum hemmen soll. Sie kommt je nach Stadium und Lage des Tumors zum Einsatz.

Chemotherapie
Heidi L. über ihre Erfahrung

Heidi L. über ihre Erfahrung

„Obwohl ich wohl schon geahnt hatte, dass es sehr schlimm war, hatte ich ‚Krebs‘ immer noch völlig aus meinen Gedanken ausgeschaltet“, schreibt Patientin Heidi L. in ihrem Erfahrungsbericht.

Heidi L. über ihre Erfahrung
Lightbox Image
zum Seitenanfang

ABSTIMMUNG

-->