Kribbeln der Hände/Füße
Kribbeln der Hände oder Füße, Schmerzen in Armen oder Beinen sowie Berührungsempfindlichkeit können auf eine periphere Neuropathie, d. h. eine Schädigungen der Nervenbahnen an Händen und Füßen, hinweisen.
Besprechen Sie Ihre Probleme frühzeitig mit Ihrem behandelnden Onkologen. Denn dieser hat die Möglichkeit, die Dosis Ihres Medikaments individuell anzupassen und die Nebenwirkungen zu vermindern. In der Regel sind die Schädigungen der Nervenbahnen nur vorübergehend. Es kann allerdings auch nach Abschluss der Therapie noch Wochen bis Monate dauern, bis sie sich vollständig zurückgebildet haben.
Bei welchen Anzeichen sollte ich in jedem Fall zum Arzt gehen?
Bei vermindertem Tastempfinden, beginnendem Taubheitsgefühl in Händen oder Füßen oder so genanntem „Ameisenkribbeln“.
Hilfestellungen für Betroffene
- Versuchen Sie im Alltag vorsichtiger zu sein, da Verletzungen nicht gespürt werden, welche sich im schlimmsten Fall entzünden können.
- Bei Gefühlsstörungen in den Beinen sollten Sie Unebenheiten z. B. im Wohnbereich (Teppiche etc.) entfernen, um Stürze zu vermeiden.
- Beim Treppensteigen sollten Sie das Handgeländer benutzen.
- In Duschen und Badewannen Rutschgefahren mindern.
- Bei Kontakt mit Wasser sollte die Temperatur kontrolliert werden, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Vorsicht und Sorgfalt bei der Nagelpflege
- Beginnen Sie frühzeitig mit Krankengymnastik und Bewegungstraining.
- Nutzen Sie Hilfsmittel, die feinmotorische Arbeiten erleichtern, wie z. B. Griffhilfen für Kochtöpfe und Schüsseln (Fragen Sie Ihren Arzt nach entsprechenden Hilfsmitteln).
- Versuchen Sie durch leichtes Sensibilitätstraining mit Alltagsgegenständen Ihr Tastempfinden wieder anzuregen z. B. mit weichen Bürsten, Igelbällen, Spiel mit den Händen in einer Plastikwanne mit getrockneten Erbsen / Linsen.
- Vitamine der B-Gruppe sollen die Nerventätigkeit anregen (Fragen Sie Ihren Arzt nach entsprechenden Medikamenten).