Vorsorge und Früherkennung
Besonders bei Darmkrebs gilt: Ist die Krankheit früh erkannt, kann sie sehr gut ge- heilt werden – in frühen Stadien durch eine rechtzeitige Operation bei bis zu 90 Pro- zent. Bei fortgeschrittenem Darmkrebs sinkt die Heilungschance dagegen auf 30 bis 50 Prozent, bei Spätstadien auf weniger als fünf Prozent. Die wichtigste Rolle in der Vorsorge von Darmkrebs spielt daher nach wie vor die Früherkennung.
Bei Darmkrebs gibt es sehr vielfältige Maßnahmen zur Früherkennung. Die sich- erste Methode ist die Darmspiegelung (Koloskopie). Neben der Früherkennung von Darmkrebs kann die Darmspiegelung auch der Vorsorge dienen: Mögliche gutartige Wucherungen (Polypen) können bei der Darmspiegelung erkannt und sofort entfernt werden können.
Insgesamt übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für folgende Vorsorgeuntersuchungen:
- Test auf verborgenes Blut im Stuhl (Okkultbluttest) einmal jährlich zwischen dem 50. und 54. Lebensjahr
- Eine erste Darmspiegelung (Koloskopie) zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr und eine zweite Darmspiegelung frühestens 10 Jahre nach der ersten Untersuchung (bei unauffälligem Befund)
- Ab dem 55. Lebensjahr zwei Okkultbluttests jährlich, wenn keine Darmspiegelung erwünscht oder machbar ist
Ist der Bluttest bei Ihnen auffällig oder haben Sie Beschwerden, übernehmen die Krankenkassen die Kosten für eine zusätzliche Darmspiegelung. Ist Darmkrebs schon innerhalb der Familie aufgetreten, wird die Darmspiegelung in allen Alters- stufen von der Krankenkasse bezahlt.