Weitere Therapien – Episode 7
Peter R. befindet sich mitten in der Chemotherapie. Er verträgt sie bisher sehr gut. Der Patient Harald H. hat vor knapp drei Jahren die Diagnose "Metastasierter Darmkrebs" erhalten. Er kann nicht mehr operiert werden, bei seiner Behandlung liegt der Schwerpunkt auf der medikamentösen Therapie. Diese besteht meist aus einer Kombination von Chemotherapie und Antikörper-Therapie. PD Dr. Ullrich Graeven erklärt, welche Antikörper heute in der Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs eingesetzt werden.
Nebenwirkungen der Chemotherapie
Peter R. hat kaum Nebenwirkungen von der Chemotherapie, die er in Tablettenform einnimmt. Diese hat den Vorteil, dass er keine Infusionstermine in einer Arztpraxis bzw. Klinik wahrnehmen muss, berichtet Frau Dr. Hegener. Im Gegensatz zu Peter R. bekam die Patientin Maria K. die Zytostatika ambulant als Infusion bei einem niedergelassenen Onkologen. Maria K. litt, anders als Peter R., auch unter Nebenwirkungen – dem Hand-Fuß-Syndrom – und berichtet, wie die Ärzte diesem entgegen wirkten. In der heutigen Zeit lassen sich die Nebenwirkungen der Chemotherapie meist durch Begleitmedikamente gut eindämmen und ermöglichen Patienten ein fast normales Leben, verdeutlicht PD Dr. Ullrich Graeven.
Operation bei metastasiertem Darmkrebs
Nach Abschluss ihrer Erst-Behandlung sind auch bei Maria K. Metastasen in der Leber aufgetreten. Diese konnten aber durch eine medikamentöse Behandlung verkleinert werden, so dass eine Operation durchgeführt und die Metastasen entfernt werden konnten. Seither ist bei Maria K. kein weiterer Tumor aufgetreten. Die belastenden Therapien haben sich also gelohnt. Nicht selten können bei Darmkrebs Metastasen auch operativ entfernt werden, wodurch auch in dieser Situation wieder eine Chance auf Heilung bestehen kann, erklärt PD Dr. Ullrich Graeven.
Antikörper-Therapie bei Darmkrebs
Die medikamentöse Therapie bei metastasiertem Darmkrebs besteht häufig aus einer Kombination von Chemotherapie und Antikörper-Therapie. Der Patient Harald H. kann beispielsweise mit einem solchen Antikörper behandelt werden. PD Dr. Ullrich Graeven erklärt, welche Antikörper in der Behandlung eingesetzt werden und für welchen Betroffenen diese in Frage kommen. So können manche Antikörper lediglich bei Patienten eingesetzt werden, bei denen eine bestimmte Gen-Mutation nicht vorliegt. Andere Antikörper können dagegen bei allen Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs eingesetzt werden. Heute hat man die Möglichkeit, eine fortgeschrittene Erkrankung mithilfe von derartigen Medikamenten über Jahre zu stabilisieren, verdeutlicht PD Dr. Ullrich Graeven.