Nach der Operation – Episode 6
Peter R. hat die Operation gut überstanden. Nach wenigen Tagen im Krankenhaus geht es ihm so gut, dass er die Klinik verlassen kann. Aus medizinischen Gründen musste bei ihm allerdings ein vorübergehender künstlicher Darmausgang gelegt werden. In ca. sechs Wochen soll das Stoma dann – bei gutem Heilungsverlauf – wieder zurückverlegt werden. Zur Unterstützung und um offene Fragen zu beantworten, besucht ihn eine Stomatherpeutin zu Hause. Sie gibt praktische Tipps zum Umgang mit dem Stoma im Alltag.
Befundgespräch nach der Operation
Der Chirurg Dr. Kankam bespricht mit Peter R. das Ergebnis der Operation und gibt ihm erste Informationen, wie es mit der Behandlung nun weitergeht. Insgesamt ist der Befund von Peter R. sehr gut: Der Tumor konnte vollständig entfernt werden, er hat keine Metastasen, und die Lymphknoten sind nicht befallen. Dennoch wird Peter R. zur Sicherheit, noch eine Chemotherapie erhalten – wieder in Tablettenform wie vor der OP.
Künstlicher Darmausgang auf Zeit
Peter R. und seine Frau erzählen, wie sie die Nachricht vom künstlichen Darmausgang aufgenommen haben. Sie berichten von den Ängsten und Schwierigkeiten der ersten Tage nach der Operation. Für Patienten ist ein Stoma – auch wenn dieses nur für kurze Zeit notwendig ist – immer eine große Belastung, bestätigt die Psychoonkologin Dr. Andrea Petermann-Meyer. Auch müssen sich Betroffene damit auseinandersetzen, dass der eigene Körper nicht mehr so funktioniert wie früher, erklärt PD Dr. Ullrich Graeven.
Unterstützung im Umgang mit dem Stoma
Die Unterstützung durch einen Stomatherapeuten ist für die Patienten von großer Bedeutung, so Dr. Ullrich Graeven. Auch Peter R. profitiert in seiner Klinik von dieser Betreuung. Die Stomatherapeutin Sigrid Thieme erklärt, welche Beutelsysteme es gibt und wie diese anzuwenden sind. Zu Hause fühlt sich Peter R. immer wohler. Auch mit dem Stoma kommt er – trotz einer kleinen Komplikation - immer besser zurecht.