Rehabilitation
Die Rehabilitation kann Betroffenen aber auch Angehörigen helfen, mit dem Erlebten umgehen zu lernen. Der Fokus liegt darauf, allen Beteiligten den Weg zurück in das Alltagsleben zu erleichtern. Neben medizinischen und physiotherapeutischen Maßnahmen steht für die Patienten auch die Unterstützung bei psychischen und sozialen Problemen im Vordergrund.
Stationäre Rehabilitation: ja oder nein
Gerade nach überstandener Therapie oder längerem Klinikaufenthalt stehen viele Patienten einer stationären Rehabilitation eher kritisch gegenüber. Viele möchten die Erkrankung einfach hinter sich lassen und nicht mehr länger aus der gewohnten Umgebung herausgerissen sein. Darüber hinaus sind sie häufig unsicher, ob ein Zusammentreffen mit anderen Krebspatienten wirklich hilfreich oder doch eher beängstigend ist. In einer solchen Situation kann man gemeinsam mit dem behandelnden Arzt die Vor- und Nachteile einer Reha abwägen. Für die Betroffenen ist es dabei äußerst wichtig, die Unterstützung und Motivation der Angehörigen zu spüren.
Grundsätzlich bietet die Zeit der Rehabilitation den Patienten die Chance, sich behutsam mit der Erkrankung auseinanderzusetzen, ohne dass sie direkt mit allen Anforderungen des normalen Alltags konfrontiert sind. Auch für die Angehörigen birgt dies viele Vorteile: Einige berichten, dass sie gerade dann die Möglichkeit hatten, selbst auch einmal durchzuatmen und ihre Gedanken und Gefühle neu zu sortieren.
Unterstützung nach der Rehabilitation
Nach der Rehabilitation spielen die Angehörigen für die Krankheitsbewältigung weiterhin eine zentrale Rolle. Sie können die Patienten maßgeblich dabei unterstützen, die neu erlernten Verhaltensweisen aus der Rehabilitation in den Berufs- und Lebensalltag zu integrieren. Haben sie auch jetzt mit dem Betroffenen und mit sich Geduld, diese Veränderungen brauchen ihre Zeit.