Diagnose Darmkrebs
Schon bei Verdacht auf Darmkrebs ist es hilfreich für die Betroffenen, wenn Ihnen Angehörige oder Freunde zur Seite zu stehen. Steht dann nach Ende der Untersuchungen tatsächlich die Diagnose Darmkrebs fest, ist das für alle Beteiligten ein Schock. Neben ihren eigenen Ängsten stehen Angehörigen in dieser Situation häufig vor der Frage: Wie soll ich mich jetzt verhalten?
Film: Diagnose Darmkrebs - Episode 1
Verdacht auf Darmkrebs
Besteht der Verdacht, dass ein Mensch in ihrem nahen Umfeld an Darmkrebs erkrankt ist, dann bestärken Sie die Person darin, dies so schnell wie möglich abklären zu lassen. Für den Betroffenen ist es wichtig, alle Untersuchungen trotz der bestehenden Ängste durchzustehen, um ein klares Bild der Erkrankung zu erhalten. Vielen hilft es, wenn ein nahestehender Mensch sie beim Arztbesuch begleitet. Wichtig ist jetzt das Gefühl, nicht alleine zu sein.
Diagnose Darmkrebs: Was kann ich tun?
Zuwendung und Anteilnahme am gesundheitlichen und seelischen Befinden des Betroffenen sind in der Zeit unmittelbar nach der Diagnose sehr wichtig. In der Regel reicht es schon, einfach als Ansprechpartner und Zuhörer da zu sein. Drängen Sie den Betroffenen nicht zu reden, sondern bieten Sie einfach ihre Hilfe an. Er wird von selbst auf Sie zukommen, wenn er soweit ist.
Es ist für alle Beteiligten hilfreich, wichtige zukünftige Entscheidungen – zum Beispiel über die folgenden Behandlungen – gemeinsam zu treffen. Das weitere Vorgehen untereinander und mit dem behandelnden Arzt zu diskutieren, hilft, sich weniger ohnmächtig zu fühlen.
Eigene Ängste zulassen
Für Angehörige ist es oft auch schwierig, mit der Erkrankung ihres Partners, Verwandten oder engen Freundes umzugehen, obwohl sie selbst gesund sind. Es ist völlig normal, dass diese Zeit für sie durch Gefühle wie Angst, Wut und Verzweiflung geprägt ist. Häufig hilft es Angehörigen, über ihre Sorgen zu sprechen. Es kann auch sinnvoll sein, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Vielen Angehörigen gibt es Sicherheit, sich umfangreich über Darmkrebs zu informieren. Andere finden Unterstützung in Krebsberatungsstellen oder bei Selbsthilfegruppen, an die sie sich mit allen Fragen zur Erkrankung, Behandlung und Nachsorge wenden können.