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Diagnose Darmkrebs

Ich habe die Diagnose Darmkrebs im August 2004 erhalten. Es war an einem Dienstag, morgens früh.
Die Unsicherheit hatte mich zum Arzt getrieben. Denn seit längerer Zeit hatte ich am Tag sehr häufig Stuhlgang. Ich berichtete meinem Hausarzt von meiner Sorge und schlug vor, eine Blut- und Stuhlprobe zu machen. Gleichzeitig untersuchte er mich noch am selben Tag mit dem Ultraschall, konnte aber nichts Verdächtiges finden. Obwohl alles in Ordnung schien, wollte er zur Sicherheit eine Darmspiegelung machen. Bei der Darmspiegelung wurde klar: Es ist ein Tumor und dazu kein kleiner. Diese Nachricht nahm mir den Wind aus den Segeln.

Ich war verwirrt!

Eigentlich fühlte ich mich mit meinen 43 Jahren jung und fit (Ich lief ca. 40 km in der Woche.) und dazu war bisher in meiner Familie niemand an Darmkrebs erkrankt. Also, einfach Pech gehabt! Ziemlich schnell wurde mir klar, ich kann nichts an der Situation ändern, also die Sache anpacken. Ich habe meinen Hausarzt gebeten, die nächsten Schritte möglichst schnell zu organisieren. Noch am selben Tag wurde eine CT von Abdomen und Lunge gemacht. Dienstagabends war ich schon zum Gespräch mit dem Chirurgen, den mir mein Hausarzt empfohlen hatte. Wenige Tage später, am Freitag, wurde ich bereits operiert.

Der beste Weg für mich, mit dem Schock der Diagnose umzugehen, war, so schnell wie möglich zu handeln. Letztlich kann man diesen Weg nur wählen, wenn man großes Vertrauen in den Arzt hat. Ich musste mich auf die Empfehlungen meines Hausarztes verlassen. Sowohl er als auch der Chirurg haben Ruhe ausgestrahlt. Sie gaben mir die Gewissheit, dass trotz meiner schwierigen Situation alles medizinisch Mögliche für mich getan wurde. Nur mit diesem Vertrauen konnte ich ruhig bleiben und meine Ängste auf ein Minimum reduzieren.