Zurück zur Startseite
Schrift normal Schrift groß
Seite durchsuchen Seite drucken

Weitere Therapien

Gesamter Krankheitsverlauf (bis heute)

Es begann mit einer alljährlichen Vorsorgeuntersuchung, einem Okkultbluttest, der positiv war. Darauf folgte eine Koloskopie, die ebenfalls positiv war. Bei mir wurde Dickdarmkrebs festgestellt. Rund drei Wochen nach der Diagnose bekam ich einen OP-Termin und eine Einweisung ins Krankenhaus. Die Operation wurde vorbereitet und am nächsten Tag wurde ich operiert. Ich bekam keinen künstlichen Darm- ausgang. Nach der Operation trat jedoch keine Besserung ein, sondern mein Zustand verschlechterte sich täglich. Daraufhin wurde eine CT gemacht. Es stellte sich heraus, dass sich am Darm ein Schlingenabszess gebildet hatte. Ich bekam starkes Fieber (bis ca. 41 Grad) und eine Not-OP musste durchgeführt werden.

Drei Wochen nach der ersten Operation

Zu dieser Zeit waren inzwischen drei Wochen nach der ersten Operation vergangen. Die zweite Operation verlief problemlos, aber mir musste ein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Ich wurde mit der Handhabung des „Beutels“ vertraut gemacht und nach weiteren drei Wochen Krankenhausaufenthalt aus der Klinik entlassen. Fünf Monate nach der Operation wurde der Darmausgang zurück verlegt. Zusätzlich erhielt ich über ein Jahr eine adjuvante Chemotherapie (5-FU/Levamisol). Diese Chemotherapie habe ich mit einigen Problemen gut überstanden. Nach der Therapiephase wurde ich weiterhin halbjährlich von meinem Onkologen untersucht, der dabei regelmäßig den CEA-Wert überprüfte. Bei einer HHB-Kur wurde erneut ein Sigmakarzinom festgestellt und drei Wochen später wurde ich erneut operiert.

Einige Jahre verlief alles normal

Plötzlich bekam ich starke Schmerzen im Bauchbereich und mein CEA-Wert steigerte sich auf neun. Trotz dieser Situation waren die daraufhin durchgeführten CT ohne Befund, aber die Schmerzen wurden immer stärker. Nach einer erneuten CT wurde zusätzlich eine CT-Biopsie durchgeführt, dabei wurden Metastasen und ein Sigmakarzinom an der Aorta festgestellt. Da eine Operation an der Aorta nicht möglich ist, wurde eine Folfox-5-FU- Chemotherapie durchgeführt, die ich gut vertrug. Der CEA-Wert sank durch diese Behandlung auf einen Wert von 2,5 herab. Eine weitere CT bestätigte, dass der Tumor kleiner geworden war. Schmerzen hatte ich nun nicht mehr, aber es wurde eine Polyneuropathie (Sensibilitätsstörung) an den Händen und Füßen festgestellt, verursacht durch die Chemotherapie.

Anschließend unterzog ich mich einer Strahlentherapie. Durch diese Strahlen- therapie wurde mein Darm beschädigt und als Folge bekam ich ein Jahr später einen Darmverschluss und musste notoperiert werden. Ich lag zwei Wochen auf der Intensivstation. Im weiteren Verlauf meiner Erkrankung kam es dazu, dass mein CEA wieder auf den Wert 12 anstieg. Um die Ursachen zu klären, wurden eine CT und eine PET-CT gemacht, jedoch ohne Befund. Der CEA-Wert ging weiter nach oben und es wurde eine Anreicherung in den paraortalen Lymphomen festgestellt.

Um dies zu behandeln, musste ich erneut eine Chemotherapie (Folfiri minor Response) machen, die mir durch verschiedene Nebenwirkungen große Probleme bereitete. Der CEA-Wert sank nur kurzfristig ab und stieg anschließend stark an, bis zum August 2009 auf 58. Für den Oktober 2009 ist nun eine CT vorgesehen mit anschließender Chemotherapie.