Diagnose Darmkrebs
Mein Beruf war Service-Ingenieur für Autokrane aus Deutschland und den USA. Meine Aufgabe: Einweisung und Training der Händler und Kunden in allen arabischen und afrikanischen Ländern. Deshalb benötigte ich eine Tropen- tauglichkeitsbescheinigung. Im Dezember 1995 war dieser jährliche Gesundheits-Check-up angesagt. In diesem Jahr aber wurde ein Okkulttest mit positivem Wert festgestellt.
Die angesagte Koloskopie musste schnellstmöglich durchgeführt werden, da ich Anfang Januar (1996) beruflich nach Libyen reisen sollte. Ohne an etwas Schlimmeres zu denken, ging ich sehr „gesundfühlend“ zum Arzt.
„Mr. 100 %“ war erledigt
Am nächsten Tag packte ich die Koffer für meine Dienstreise. Zwei Tage vor dem Abflugtermin rief mich mein Hausarzt an und bestellte mich zur Praxis. Ich ging in Eile hin und mir wurde die Diagnose Darmkrebs mitgeteilt. Einen solchen Schock hatte ich noch nicht erlebt. Mit zitternder Stimme musste ich der Firma dies mitteilen. Ich war am Boden, der gesunde Mr. 100 % war erledigt. Ich fühlte mich wie ein Versager.
Warum ich? Was habe ich falsch gemacht? Wie lange muss ich leiden? Ich hatte Albträume und konnte nicht schlafen. Ich zog mich zurück, war zu nichts fähig und fiel in ein tiefes Loch.